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Rheinische Post: Schul-Ideologie Kommentar Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - SPD und Grüne in NRW sind fest entschlossen, der so genannten Gemeinschaftsschule zum Durchbruch zu verhelfen. Das hat die gestrige Debatte im Landtag noch einmal deutlich gemacht. Mit handfesten Vergünstigungen soll die Schulfusion vorangetrieben werden. Das im Koalitionsvertrag anvisierte Ziel, bis 2015 rund 30 Prozent der weiterführenden Schulen umgewandelt zu haben, verstehen Kritiker wohl zu Recht lediglich als Zwischenstation. Dass dabei so manches Gymnasium auf der Strecke bleiben dürfte, lässt sich erahnen: Ein Vetorecht der betroffenen Schulen soll es nicht geben. Und eine von der Opposition geforderte Bestandsgarantie für Gymnasien will Rot-Grün nicht geben. Mit ihrer auf die Einheitsschule fixierten Bildungsideologie lässt sich die Regierung von der Vision leiten, dass längeres gemeinsames Lernen den unterschiedlichen Begabungen der Kinder am ehesten gerecht wird. Doch das ist nicht bewiesen. Statt die Schulen endlich in Ruhe das tun zu lassen, wofür sie primär da sind, nämlich den Kindern und Jugendlichen Wissen fürs Leben zu vermitteln, pflügt Rot-Grün die Bildungslandschaft um. Von Schulfrieden kann keine Rede sein. Die neue Debatte ums Turbo-Abitur sorgt zusätzlich für Verwerfungen.

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