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Rheinische Post: Von der Leyen ist erste Wahl von Martin Kessler

Düsseldorf (ots) - Die Koalition in Berlin hat derzeit keinen guten Lauf. Das Wirrwarr um die Steuer- und Gesundheitspolitik, die zögerliche Haltung in der Euro-Krise und die unerwarteten Rücktritte wichtiger Politiker haben das Regierungsbündnis in eine tiefe Krise gestürzt. Die mögliche Nominierung des weiblichen Hoffnungsträgers Ursula von der Leyen als aussichtsreiche Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten könnte das Blatt wenden. Mit ihr würden Union und FDP neue Wege beschreiten. Die dynamische CDU-Politikerin ist die jüngste Anwärterin für das hohe Amt. Zugleich würden mit Merkel als Kanzlerin und von der Leyen als Bundespräsidentin gleich zwei Frauen die beiden zentralen Positionen der Republik besetzen. So etwas gibt es sonst nirgends auf der Welt. Für die CDU wäre das ein weiterer Modernisierungsschub. Die Niedersächsin gehört als siebenfache Mutter und erfahrene Ärztin jedenfalls nicht zu den von der Realität abgehobenen Politikern, ist andererseits aber im politischen Betrieb erfahren und weiß um dessen Klippen. Ob sie allerdings in der aktuellen Wirtschafts- und Währungskrise immer den richtigen Ton trifft, muss sich noch zeigen. Hier wäre Finanzminister Schäuble die bessere Wahl. Aber der wird auch für das Tagesgeschäft dringend gebraucht.

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