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Rheinische Post: Chance für Rot-Rot-Grün von Martin Kessler

Düsseldorf (ots)

Der krankheitsbedingte Rückzug Oskar
Lafontaines ist eine Zäsur in der Geschichte der Bundesrepublik. Er 
hat wie kaum ein anderer in den vergangenen 30 Jahren die politische 
Landschaft immer wieder aufgemischt  als Saarbrücker 
Oberbürgermeister, als sozialdemokratischer Kanzlerkandidat, als 
SPD-Chef und schließlich als Vorsitzender der Linkspartei.
Mit ihm geht ein hochbegabter Vollblutpolitiker, aber auch ein 
Populist. Zugleich macht er mit seinem Abtritt den Weg für ein linkes
Bündnis zwischen SPD, Grünen und Linken frei. Lafontaine hatte zwar 
seine neue Partei zu einer politischen Kraft im Westen gemacht. 
Zugleich war er für viele Sozialdemokraten die zentrale Reizfigur, 
die eine Koalition mit der Linken unmöglich machte.
Noch zögert SPD-Chef Sigmar Gabriel, auf die Avancen der 
SED-Nachfolgepartei einzugehen. Aber strategisch hat er längst die 
Weichen für ein Bündnis gestellt. Damit sind die politischen Lager 
trennscharf: bürgerliche Koalition gegen Rot-Rot-Grün.
Für die Demokratie wäre es gut, wenn die Linken nun ganz in unserem 
System ankommen würden. Rot-Rot-Grün würde allerdings die 
Wirtschaftskräfte knebeln und den Staatshaushalt ruinieren. Es sei 
denn, Gysi, Ramelow und Co. änderten ihr Programm radikal.

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Telefon: (0211) 505-2303

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