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Rheinische Post: Magere Lohnaussichten Kommentar Von Antje Höning

Düsseldorf (ots)

Die Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs.
Stimmung, Aufträge, Umsätze - immer mehr Werte gehen nach oben. Doch 
Arbeitnehmer sollten sich keine Illusionen machen. Ihnen steht ein 
mageres Jahr bevor, in vielen Branchen wird es nicht mehr als eine 
Einmalzahlung geben. Dahinter steckt keine Schikane böser 
Kapitalisten, sondern pure Not. Auch wenn die Wirtschaft wächst, wird
es noch drei Jahre dauern, bis sie wieder so viel produziert wie vor 
der Krise. Entsprechend wenig gibt es zu verteilen. Auch 
Gewerkschaften, die schon 2009 mit ihrem Ja zu Lohnsenkungen 
Verantwortung bewiesen, wissen das. Daher verkaufen viele ihre 
Lohnforderung nun als Beitrag zur Nachfrageerhöhung und 
Krisenbekämpfung. Diese Rechnung geht nicht auf.
Einzelne Branchen wie Handel oder Bau würden davon profitieren, wenn 
die Binnennachfrage steigt. Doch das Rückgrat der Wirtschaft sind die
exportabhängigen Branchen Maschinenbau und Chemie, allein am Autobau 
hängt direkt und indirekt jeder siebte Job. Für diese Branchen 
bedeuten hohe Löhne vor allem hohe Kosten. So viele Stellen können im
Inland gar nicht entstehen, wie in der Exportwirtschaft durch zu hohe
Löhne wegbrechen würden. Und der Staat, der sich wegen der 
Krisenbekämpfung stark verschuldet hat, hat erst recht keine 
Möglichkeiten, nun das Füllhorn auszuschütten.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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