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Rheinische Post: Lasst es gut sein, Wahlkämpfer Kommentar Von Reinhold Michels

Düsseldorf (ots)

Man möchte den Wahlkampf-Recken von Union und
SPD, die ihre Kampagnen zum eigenen Nutzen und zum Schaden der 
Konkurrenz mit Skandälchen würzen wollen, zurufen: Es schmeckt nicht 
mehr, lasst es gut sein! Ulla Schmidt (SPD) muss sich zwar vorhalten 
lassen, es mit der Lust auf Fahrkomfort auch in den Ferien 
übertrieben zu haben. Aber es gibt jetzt ein Reue-Bekenntnis. Das 
kommt spät, aber nicht zu spät. Schmidt hat ihrem armen 
Kanzlerkandidaten Steinmeier, der nicht voran kommt, mehr geschadet 
als dem Land. Das hat schon andere, wirkliche Skandale gut 
überstanden. Angela Merkel, die aus persönlicher Kenntnis von Josef 
Ackermann mehr hält als die Mehrheit ihrer Landsleute, hat ihre 
umstrittene Einladung besser begründet, als das Ulla Schmidt mit 
ihrer anfänglichen "Das-steht-mir-zu"-Bockigkeit gelungen war. Merkel
zeigte Verständnis für Irritationen über vielleicht zuviel Nähe 
zwischen Politik und Big Business. Das bürgerliche, fast möchte man 
sagen: karge Kanzleramt-Abendessen für Ackermann und andere Wichtige 
(warum fehlten Repräsentanten der Kirche an Merkels Tafel?) war das 
Gegenteil einer teuren Sause. So etwas gab's immer bei Kanzlern und 
Präsidenten. Ex-Kanzler Schröder hat völlig recht: Seine Gäste muss 
man anständig bewirten. Oder wollen wir eine knickrig-schofelige 
Republik sein?

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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