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Rheinische Post: FDP und "Freie"

Düsseldorf (ots)

von Reinhold Michels
Willy Brandts politischer Befund am Lebensende - "Nichts kommt von
selbst, und nur wenig ist von Dauer" - gilt auch für die FDP. Sie 
macht sich auf den Weg zu einer mittelgroßen Partei. Ihr 
demoskopischer Anstieg ist Folge des gleichzeitigen Sinkflugs der CSU
in Bayern und der CDU im restlichen Bundesgebiet. Ob der FDP die 
legitime politische Profitmacherei im bürgerlichen Lager dauerhaft 
vergönnt ist, hängt auch, aber nicht nur vom Gelingen der 
Rekonvaleszenz bei CDU/CSU ab. Denn die noch unscharf gezeichnete 
Gruppierung Freie Wähler gewinnt mehr und mehr Kontur und Sympathie. 
Laut Forsa-Umfrage können sich 28 Prozent der Bürger vorstellen, für 
Freie Wähler zu stimmen; besonders unter FDP-Anhängern gelten die 
"Freien" als attraktive bürgerliche Alternative zum Hergebrachten. Da
wächst Konkurrenz heran, was die CSU bei der Bayern-Wahl 2008 schon 
zu spüren bekam.
So verlockend die Wahlprogramm-Aussagen der FDP für Steuern zahlende 
Bürger sind; so richtig die Liberalen damit liegen, dass sie sich als
Anwälte der vielfach belasteten Mittelschichten verstehen - es könnte
passieren, dass die Freien Wähler zuerst bei der Europa- und dann bei
der Bundestagswahl d i e starke Bewegung sind, deren Zeit gekommen 
ist.

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Telefon: (0211) 505-2304

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