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07.12.2008 – 20:31

Rheinische Post

Rheinische Post: Obamas Klimmzug Kommentar VON GODEHARD UHLEMANN

Düsseldorf (ots)

Barack Obama ist in einer äußerst schwierigen
Situation. Er ist der nächste US-Präsident, hat aber formell noch 
keine Macht, um in den USA das Steuer herumreißen zu können. Er sieht
den desolaten Zustand der Wirtschaft und registriert, dass die 
heimische Automobilbranche vor dem Kollaps steht. Noch ist die 
Regierung Bush für Rettungsmaßnahmen zuständig. Sie hat das Desaster 
in weiten Bereichen auch mit verursacht. Doch viele Amerikaner 
blicken jetzt erwartungsvoll auf Obama, sie haben ihn gewählt und 
erhoffen nun ihre Stimm-Rendite. Obama kann bis zur Amtsübernahme am 
20. Januar nur Signale geben. Sind es die richtigen, können sie die 
Lage entspannen. Sein am Wochenende angekündigtes 
Investitionsprogramm ist das größte seit den 50er Jahren. Es ist ein 
Versprechen, mehr nicht. Er will Arbeitsplätze in Millionenhöhe 
schaffen und die Infrastruktur Amerikas verbessern. Wie er die 
Runderneuerung schaffen und bezahlen wird, will er später sagen. Er 
hämmert daher sein "yes we can" den Leuten als Handlungsanweisung 
ein, weil er weiß, dass er mehr als eine psychologische 
Aufbruchstimmung zur Zeit nicht erzielen kann. Amerika hat aber auch 
ein Strukturproblem  das ist mit psychologischer Aufmunterung nicht 
zu lösen.

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