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Rheinische Post: McCains Schwäche Kommentar VON REINHOLD MICHELS

Düsseldorf (ots)

Kein Nachkriegs-Präsident hat den Ruf der USA
in der Welt so ramponiert wie George W. Bush. Im Vergleich zu ihm 
wird man Richard Nixon, im Innern ein Charakterchen, außenpolitisch 
(Öffnung gegenüber Maos China) ein Gigant, gewisse Größe nicht 
absprechen können. In drei Wochen haben die Amerikaner Gelegenheit, 
Ansehen zurück zu gewinnen. Wenn nicht alles täuscht, werden sie sich
dazu Barack Obamas bedienen. Er ist ein unbeschriebenes Blatt, aber 
er vermittelt durch Intelligenz und Geschmeidigkeit mehr als 
Konkurrent McCain eine Ahnung von der Vitalität Amerikas, von dessen 
Willen zum Aufstieg aus Bush-Trümmern. McCain hatte eine Zeit lang 
mit seiner Alaska-Zaubernummer Sarah Palin Obamas Frische zu 
neutralisieren verstanden. Doch das Beben, das von Wall Street 
ausging und einen Tsunami auslöste, der auf alle Küsten schlägt, 
macht aus dem Kriegshelden einen verwirrten Truppier. Palin, die ihr 
"Mädel-vom Lande"-Image geschickt pflegt, gleicht McCains 
Schwächephase nicht aus, im Gegenteil. Der jüngste 
Amtsmissbrauchs-Vorwurf, so wahlkampftauglich er auch von Obamas 
Leuten platziert wird, nährt den Glauben, das Gespann McCain/Palin 
werde am 4. November gewogen und für zu leicht befunden.

Pressekontakt:

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Telefon: (0211) 505-2303

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