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Rheinische Post: Doping, weil nur der Sieg zählt

Düsseldorf (ots)

von Robert Peters
Die Chef-Beschwichtiger bei der Tour de France sollten sich eine 
neue Zählweise zulegen. Denn sie müssen nun schon drei so genannte 
Einzelfälle erklären. Allen Neuanfangs-Beschwörungen zum Trotz ist 
das größte Radrennen der Welt wieder mal auch die größte Doping-Show.
Der Skandal von 2007 wird konsequent fortgeschrieben. Nach den 
Mitläufern aus Spanien hat es gestern einen der Großen erwischt. 
Riccardo Ricco, der verdächtig frisch über die Berge flog, hat sein 
Leistungsvermögen durch das Modemittel Epo gesteigert.
Die Dopingfahndung ist wirksamer geworden, aber das Grundübel ist 
nicht beseitigt. Noch immer wissen die Spitzenkräfte, dass ohne 
Beistand aus den Labors das Gelbe Trikot in unerreichbarer Ferne 
liegt. Sie dopen deshalb in vorauseilender Anerkennung der 
Szene-Gesetze, deren wichtigstes heißt: Es geht um den Sieg.
Dafür ist weiterhin jedes Mittel recht. Die Sportart hat eine 
Parallelgesellschaft herangebildet, in der ein Wettlauf zwischen 
Dopingfahndern und Doping-Benutzern wie eine sportliche Disziplin 
betrachtet wird. Wer erwischt wird, hat eben Pech gehabt. Das ist 
zynisch. Und es ist ein Betrug am Zuschauer. Denn der kann der 
eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen. Und bejubelt nur noch 
einstweilige Sieger - bis zur nächsten Dopingprobe.
Bericht: Eine Welle von . . ., Seite ##

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