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Rheinische Post: Offene Fragen an RWE

    Düsseldorf (ots) - Von Martin Kessler

    Der Stolz, auf der größten Baustelle Europas zu arbeiten, ist bei den meisten Beschäftigten der Beklommenheit über das schreckliche Unglück gewichen. Der Mega-Unfall auf der Mega-Baustelle hat auf tragische Weise gezeigt, dass selbst die besten Techniker und Ingenieure in einem solchen Projekt eben nicht alles im Griff haben. Jetzt muss penibel ermittelt werden, was zu der Katastrophe führte. Und die RWE-Führung muss sich fragen lassen, ob nicht doch Fahrlässigkeit am Werk war, wie gestern die Staatsanwaltschaft nicht ausschließen wollte. Das zu klären, ist das Mindeste, was RWE den Toten und Verletzten sowie deren Angehörigen schuldig ist. Manche Indizien sprechen dafür, dass die Befestigung des Kesselgerüsts doch nicht ganz vorschriftsmäßig angebracht wurde. Weil auf Riesen-Baustellen wie in Neurath Bauarbeiter aus aller Welt beschäftigt sind, muss es eine klare Kommunikation in einer Sprache geben. War das immer gewährleistet? RWE brüstet sich mit den besten Sicherheitsbestimmungen Deutschlands. Warum ist dann unbeachtet von der Öffentlichkeit erst im September ein Bauarbeiter ums Leben gekommen? Und warum hat die Berufsgenossenschaft nicht schärfer geprüft? Die RWE-Führung könnte in Bredouille kommen, wenn sie keine befriedigenden Antworten gibt.

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