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Rheinische Post: Frühe Förderung, was sonst!

Düsseldorf (ots)

Von Detlev Hüwel
Das Land NRW geht den richtigen Weg, wenn es alle Kinder mit 
Sprachproblemen frühzeitig fördert. Das ist allemal preiswerter als 
später Jugendliche, die wegen mangelnder Deutschkenntnisse in der 
Schule versagen und dann keinen Job bekommen, dauerhaft zu 
alimentieren.Die Zahlen überraschen nicht. Im Vorfeld war mit 40 000 
zu fördernden Kindern gerechnet worden; tatsächlich sind es 
voraussichtlich 34 000 in diesem Jahr. Dass in Ballungszentren ein 
höherer Förderbedarf besteht als in ländlichen Regionen ist auch 
nicht verwunderlich, denn soziale Brennpunkte befinden sich nun 
einmal vorrangig in den Städten. Es ist anzunehmen, dass bei Kindern 
aus zugewanderten Familien die Sprachdefizite signifikant höher sind 
als bei Einheimischen - was aber nicht bedeutet, dass hier alles in 
Ordnung wäre. Mangelnde Kommunikation im Elternhaus und das dumpfe 
Verharren schon kleiner Kinder vor Fernseher und Playstation lassen 
befürchten, dass auch hier großer Förderbedarf besteht. Man darf 
daher auf die genauen Zahlen gespannt sein, die noch ermittelt 
werden. Auch wird sich zeigen, ob die Kitas ausreichend vorbereitet 
sind, um die nicht leichte, aber lohnende Sprachförderung zu leisten.
Das Gemäkel am Testverfahren und am möglichen Unterrichtsausfall 
wirkt vor diesem Hintergrund eher kleinlich.

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