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Weser-Kurier: Über russische Hacker schreibt Markus Peters in der Ausgabe vom 8. Juni 2017:

Bremen (ots) - Erst war Hillary Clinton dran, dann Emmanuel Macron und jetzt das Emirat Katar. Mit einer gefälschten Nachricht, in der iranfreundliche und Trump-kritische Statements verbreitet wurden, sollen russische Hacker die Krise zwischen den Staaten auf der arabischen Halbinsel erst ausgelöst haben. Das zumindest behaupten laut CNN Ermittler der amerikanischen Bundespolizei FBI, die im Auftrag des Emirats den Fall aufklären sollen.

Auch wenn das Dementi aus Moskau prompt kam und auch entsprechend deutlich ausfiel: Es ist schon erschreckend, wie offensichtlich aus Russland heraus gezielt versucht wird, auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Allerdings: Es gibt bisher zwar viele Indizien, aber kaum Beweise, dass offizielle Stellen in das unselige Treiben verwickelt sind. Angesichts der Situation im Riesenreich kann sich allerdings kaum jemand vorstellen, dass Putin und seine Geheimdienst-Leute nicht die Finger in diesem schmutzigen Spiel haben sollten.

Interessant ist, welche Seite - vom Fall Katar abgesehen - von den vermeintlichen Enthüllungen profitiert: Es sind stets die Autokraten, die Anti-Demokraten und die Isolationisten, die Vorteile aus Indiskretionen und Falschinformationen ziehen. Das lässt Schlimmes für die Bundestagswahl im September erahnen. Die Chance, Unsicherheit und Verwirrung in einem der stabilsten europäischen Staaten zu stiften, werden sich die russischen Hacker garantiert nicht entgehen lassen. Deshalb sollten die Wähler allen vermeintlichen Enthüllungen, die in den kommenden Wochen und Monaten auf Wikileaks und anderen Plattformen platziert werden, mit einer notwendigen Portion Skepsis begegnen. Denn Lügen und falsche Nachrichten sind längst zu scharfen Waffen im Krieg der Informationen geworden.

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