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Weser-Kurier: Über die Räumung von Calais schreibt Birgit Holzer:

Bremen (ots)

Zwar verspricht die französische Regierung, mit der Räumung des Flüchtlingslagers in Calais eine Lösung gefunden zu haben - doch die Situation erscheint im Grunde kaum lösbar. Die nordfranzösische Stadt wird für Flüchtlinge, die nach Großbritannien wollen, zur Sackgasse, da die Grenze inzwischen weitgehend dicht ist. Indem die britischen Behörden die Absicherung des Eurotunnels und des Hafens mitfinanzieren, kaufen sie sich frei, um sich nicht um die Unwillkommenen kümmern zu müssen. Dass die französische Regierung nun endlich Verantwortung übernimmt, wurde höchste Zeit. Doch das Risiko erscheint groß, dass nach der Auflösung des halboffiziellen Lagers erneut wilde Slums entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass die vorhandenen Strukturen bestehen bleiben. Zugleich muss der Empfang von Flüchtlingen im ganzen Land eine Selbstverständlichkeit sein, um diese Sorge nicht nur Brennpunkten oder Paris zu überlassen. In einem wohlhabenden Land wie Frankreich, das so stolz ist auf seine Tradition als Hort der Menschenrechte, sollte man den Mut haben, einen freilich umstrittenen Satz auszusprechen: Wir schaffen das.

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