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Weser-Kurier: Norbert Holst über den Bundesverkehrswegeplan

Bremen (ots) - Straßenlastig

Zugegeben: Die Vorgänger haben Alexander Dobrindt enorm viele Baustellen hinterlassen. Die geht der Verkehrsminister an, und nun hat er dem Kabinett einen ambitionierten Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgelegt. Tatsächlich scheint für etliche Projekte - etwa für den Ringschluss der A 281 in Bremen - endlich Land in Sicht. Verkehrspolitik ist in Deutschland jedenfalls kein Standortvorteil. Beispiel A 20: Schon seit 45 Jahren wird an der Querung des Elbe-Weser-Dreiecks herumgeplant.

Ein großer Wurf ist das Papier dennoch nicht. Der Verkehrswegeplan ist einfach zu straßenlastig. Fast die Hälfte der 269 Milliarden Euro sind für Asphalt und Beton vorgesehen. Es fehlen hingegen Lösungsansätze für die großen Herausforderungen bei Umweltschutz, Klimaschutz und moderner Mobilität. Das Wort Klima findet sich ganze drei Mal auf 190 Seiten. In einen so weitreichenden Plan gehören Ideen, wie man in Zeiten von Dauerstau und Luftverschmutzung zu einem klimaverträglichen Verkehr kommt. Oder wie man mehr Güterverkehre auf die Schiene setzt.

Chance vertan. Immerhin: Der Plan wird in regelmäßigen Abständen überprüft, er ist nicht in Stein gemeißelt.

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