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Weser-Kurier: Kommentar von Arno Schupp über die Wiederbesetzung der Stelle eines Bürgerschaftsdirektors

Bremen (ots) - Die Nachricht ist kaum zu vermitteln: In der Bürgerschaft soll die Position des Bürgerschaftsdirektors wiederbesetzt werden. Ein hoch dotierter Job, rund 8000 Euro im Monat gibt's für die Verwaltungsstelle, die eigentlich nicht gebraucht wird. Denn jahrelang gab es keinen Direktor in der Bürgerschaft - und der Landtag hat trotzdem getagt, die Beschäftigten der Verwaltung bekamen ohne Unterbrechung ihren Monatslohn und auswärtige Gäste wurden empfangen. Warum also dieser Schritt? Es gibt durchaus ein paar Gründe, die Stelle wiederzubesetzen: Bremen muss sich zum Beispiel regelmäßig auf bundespolitischem Parkett behaupten, zum Beispiel bei Treffen der Parlamentsspitzen von Bund und Ländern. Die Bürgerschaft hat also gewisse Repräsentations-Pflichten, und da macht sich ein Direktor natürlich ganz gut. Andererseits ist die Finanzlage der Stadt so angespannt, dass es bei den kommenden Haushaltsberatungen wieder viele enttäuschte Gesichter geben wird. Bremen ist angehalten, auf Teufel komm' raus zu sparen. Und so wird die Politik mit Beginn der Haushaltsverhandlungen überall Verzicht fordern. Fast überall...

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