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Weser-Kurier: Zum Kampf der EU gegen Jugendarbeitslosigkeit schreibt Mirjam Moll:

Bremen (ots) - Europa hat ein Problem. Eines, das nur bedingt mit Geld gelöst werden kann. Dennoch ist es gut und richtig, dass die EU Länder, in denen mehr als jeder vierte junge Mensch weder einer Arbeit oder einer Ausbildung nachgeht noch die Schule besucht, finanziell unter die Arme greifen will, um genau diesen Menschen helfen zu können. Doch das eigentliche Problem liegt in den Arbeitsmarktstrukturen, die die Mitgliedsstaaten selbst bestimmen. Schlimm genug, dass man nach der "Generation Praktikum" nun von der "verlorenen Generation" spricht. Schon aus ersterem Dilemma hat man zu wenig gelernt. Jetzt soll also eine "Jugendgarantie" Abhilfe schaffen. Doch dieser Jungbrunnen bleibt ein Märchen - egal, wer ihn erfindet. Mit der Garantie versprechen die Mitgliedsstaaten letztlich etwas, was ihnen schon vor Jahren entglitten ist: jungen Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Der Schlüssel zu weniger Arbeitslosigkeit liegt in den EU-Ländern, nicht in Brüssel - und eben auch nur bedingt in dem Fördergeld, das von dort kommt. Eine investitionsfreundliche Atmosphäre, eine schlanke Verwaltung, eine effiziente Bürokratie - Möglichkeiten, den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln, gibt es genug. In die Tat umsetzen können sie nur die einzelnen Regierungen.

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