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Weser-Kurier: Zur Studie über Schwarzarbeit schreibt Maren Beneke:

Bremen (ots) - Da ist es ja endlich, das nächste Problem mit dem Mindestlohn. Tatsächlich ist die letzte größere Debatte auch schon über eine Woche alt. Und nun kommt also eine Studie daher, die behauptet, der Mindestlohn würde dafür sorgen, dass die Schattenwirtschaft 2015 erstmals seit langem nicht zurückgehen wird. Wohlgemerkt: Die Untersuchung gibt einen Ausblick darauf, was in diesem Jahr passiert. Sie ist also nicht mehr als ein Blick in die Glaskugel. Und das, obwohl der Mindestlohn erst vor gut fünf Wochen eingeführt wurde. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt, wenn er hört, dass zu den Firmenmitgliedern der Studien-Autoren, dem Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung, unter anderem Konzerne wie Daimler oder Bosch gehören. Und im ureigenstem Interesse der Industrie mit ihren Unternehmen liegt es, gegen den kostenintensiven Mindestlohn zu schießen. Umso erstaunlicher ist aber, dass selbst Vertreter aus der Bremer Wirtschaft es aktuell für viel zu früh halten, schon über konkrete Auswirkungen des Mindestlohns zu sprechen. Fest steht: Wenn es einen direkten Zusammenhang gibt, dann darf die öffentliche Diskussion nicht fehlen. Aber bevor man ein Gesetz verteufelt, das nun einmal beschlossene Sache ist, sollte man seine Folgen beobachten - wenigstens ein Jahr lang.

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