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Weser-Kurier: Über die Pläne von Bremens Innensenator Mäurer zum Umgang mit gewalttätigen Fußballfans schreibt Daniel Killy:

Bremen (ots) - Fußballfans sind keine Verbrecher" ist ein beliebter Protest-Ruf der Ultras, also jener Fans, die sich ganz besonders für ihren Verein engagieren - unter anderem mit spektakulären Choreografien. Sie sind es übrigens, die als sogenannte Allesfahrer für Stimmung auswärts sorgen. Sie sind es allerdings auch, die von der Politik gern mit den prügelnden Hooligans verwechselt werden, denen es nicht um Fußball, sondern um Gewalt geht. Dass Innensenator Ulrich Mäurer einen Vorstoß in Sachen Stadion- und Fansicherheit unternimmt, ist sicherlich löblich. Doch der Ball rollt in die falsche Richtung. Eine Verringerung der Auswärtskarten-Kontingente von 10 auf 5 Prozent wäre ein weiterer schwerer Schlag für die Fankultur - und damit für die Seele des Fußballs.Wer als friedlicher Fan die Mühen einer Auswärtsfahrt auf sich nimmt, hat eh schon häufig den Eindruck, wie ein Staatsfeind behandelt zu werden. Polizeihunde-Kordon vorm Weser Stadion beim Spiel gegen den HSV, BFE-Spezialkräfte als menschlicher Korridor - das alles kujoniert Fußballfreunde und schreckt Prügler und Krawallmacher nicht ab. Im Gegenteil. Und Mäurers Einschränkung, die Kartenbeschränkung zähle ja nur bei "Risikospielen", zählt auch nicht. Nur fünf Prozent Werderaner 2015 in Hamburg, sofern der HSV in der Liga bleibt? Bloß nicht!

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