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Weser-Kurier: Der "Weser-Kurier" (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 27. Februar zum Gewinnsprung bei der Airbus Group

Bremen (ots) - Bis Ende 2016 will die Airbus Group rund 5800 Arbeitsplätze, vornehmlich in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte, abbauen. Dabei sollen 1450 Mitarbeiter tatsächlich entlassen werden, die übrigen sollen zur Verkehrsfliegersparte Airbus wechseln oder anderweitig aus dem Konzern ausscheiden. Das an die Luft setzen bekommt vor allem jetzt einen besonders bitteren Beigeschmack, da die Airbus Group ihre Gewinnsteigerung von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr veröffentlicht hat. Und es ist nicht nachvollziehbar, dass vor dem Hintergrund des immer wieder gepredigten Fachkräftemangels kein Platz für diese qualifizierten Mitarbeiter innerhalb der Airbus Group sein soll. Dass sich Unternehmen vorsorglich auch mal umorientieren und sich deshalb umstrukturieren müssen, ist richtig und vor allem wichtig, um sich erwarteten veränderten Marktgegebenheiten rechtzeitig anzupassen. "Die meisten Fehler machen Unternehmen, wenn es ihnen gutgeht, nicht wenn es schlechtgeht", hatte einst der 1989 ermordete Bankmanager Alfred Herrhausen gesagt. Das will die Airbus Group nicht: Sie strukturiert sich um, zu einem Zeitpunkt, wo sie volle Auftragsbücher hat. Dass bei dieser Neuausrichtung auch Beschäftigte wegrationalisiert werden, das war mit Sicherheit nicht als Konsequenz der Herrhausen-Botschaft gemeint.

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