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15.12.2005 – 20:47

Börsen-Zeitung

Börsen-Zeitung: Schadensbegrenzung, Kommentar zur Deutschen Bank und ihrer Immobilienfondsgesellschaft von Bernd Wittkowski

    Frankfurt (ots)

„Heute vertrauen über 400000 Anleger auf Grundbesitz-Invest.“ Auch an dieser Aussage auf der Homepage der DB Real Estate, nicht nur an den Immobilien ihres Fonds, werden ein paar Wertanpassungen vorzunehmen sein – selbst nach der vertrauensbildenden Maßnahme der Deutschen Bank, jenen Privatanlegern fair und unbürokratisch helfen zu wollen, die in den vergangenen zwei Jahren Anteile an diesem Fonds erworben haben.

    Die Deutsche Bank und ihre Immobilienfondsgesellschaft – man kann es nicht viel freundlicher sagen – haben Mist gebaut: Wertkorrekturen im Portfolio versäumt, mit der durch eigene Fehler provozierten, historisch beispiellosen und deshalb Anleger, Wettbewerber und Finanzaufsicht in Aufruhr treibenden Fondsschließung die falsche Entscheidung getroffen und das alles auch noch auf eine Weise kommuniziert, als sei ein Bonus für das Anrichten des größtmöglichen Schadens ausgelobt worden. Doch die immer wieder gerne kolportierte Story, da seien die berühmt-berüchtigten Saboteure aus London und New York am Werk, die Deutsche Bank als Synonym allein für Investment Banking interpretieren – sie klingt nach wie vor allzu abstrus, als dass man sie glauben könnte, schon weil der Imageverlust ja alle 64000 Mitarbeiter des Hauses trifft, auch die angeblichen Putschisten selber. Nein: Es ist ein Fall schwer nachvollziehbaren und auch nur schwer entschuldbaren menschlichen Versagens. Insoweit stellt sich die Frage nach der Verantwortung auch des Aufsichtsrats der DB Real Estate und des weltweiten Head of Asset Management.

    Unabhängig davon: Wenn die Verbraucherzentrale, der SPD-Politiker Poß und der aus Funk und Fernsehen einschlägig bekannte Professor Gerke auf den Plan treten, wie gestern geschehen, ist es höchste Zeit, sich schützend vor die Deutsche Bank zu stellen. Bei allen Fehlern, die gemacht wurden und für deren Folgen nun die Bank und ihr Vorstandssprecher in persona Schadensbegrenzung betreiben: ein offener Immobilienfonds – das gehört nicht zum Insiderwissen – ist ein Risikopapier, das Wertschwankungen unterliegen kann. Der Grundbesitz-Invest hat von 1970 bis 2003 einen Anlageerfolg von 675% gebracht. Das sollten sich jene Zeitgenossen mal zu Gemüte führen, die jetzt vorwitzig das Modell des offenen Immobilienfonds zur Fehlkonstruktion erklären oder „Schadenersatz für alle“ rufen.

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