Neue Nähe und digitale Unabhängigkeit - der Trendradar 2026 der ARD
Köln (ots)
Die Menschen haben ein wachsendes Bedürfnis nach lokaler Vertrautheit, Gemeinschaft und echten Erlebnissen. Das ist ein Ergebnis des heute (8.1.2026) veröffentlichten ARD Trendradars. Neben der "Neuen Nähe" listet dieser 19 weitere Trends auf. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber auch die Medien lassen sich daraus grundsätzliche Fragen ableiten. Zum Beispiel: Wie kann es gelingen, lokal und persönlich, aber trotzdem umfassend und unabhängig für ein breites Publikum zu berichten?
Erstmals ist der Trendradar als Projekt aller ARD-Anstalten, koordiniert vom WDR Innovation Hub, entstanden. Er zeigt, welche gesellschaftlichen und technologischen Kräfte die Medien und besonders den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im kommenden Jahr prägen werden. Das Ziel: Orientierung in einer Zeit, in der Krisen, Plattformen und Vertrauensfragen gleichzeitig auf uns einwirken. "Hier zeigt sich die Stärke der ARD - wenn es darum geht, Trends zu erkennen, zu bewerten und gemeinsam ins Handeln zu kommen! Deshalb ist es so gut, dass am ARD Trendradar 2026 alle Landesrundfunkanstalten und die Deutsche Welle beteiligt sind", sagt ARD-Vorsitzender Florian Hager.
Neben den Bedürfnissen der Menschen wie Nähe, Sicherheit oder Teilhabe steht besonders die KI im Fokus des Trendradars. 2026 werden unter anderem Fragen zur digitalen Unabhängigkeit und eine durch den Einsatz von KI bedingte Verunsicherung der Nutzerinnen und Nutzer mit Blick auf die Medien eine zentrale Rolle spielen.
Für WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau ist der Trendradar ein wertvolles Werkzeug: "Der ARD Trendradar unterstützt uns dabei, in bewegten Zeiten gesellschaftliche und technologische Entwicklungen zu analysieren und zu bewerten. Er sensibilisiert uns für Themen, bei denen frühzeitiges und zielgerichtetes Handeln erforderlich ist. Das heißt konkret, gut überlegte strategische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen - im Sinne unserer Nutzer."
Im Trendradar werden die identifizierten Trends jeweils kurz beschrieben, immer ergänzt mit praktischen Beispielen, Studien und Zahlen. Am Ende liefert jedes Thema Handlungsfelder mit zentralen Fragestellungen für Medien. Beispielsweise zur Demokratie: Wie gelingt die Abwägung zwischen aufrichtigen Sorgen und Ängsten und ihrer politischen Instrumentalisierung? Bei digitaler Souveränität: Welche Rolle kann der ÖRR dabei spielen, gemeinwohlorientierte, europäische Lösungen zu entwickeln und anzubieten? Oder: Wie bündeln öffentlich-rechtliche und private Medien ihre Kräfte für faire Verhandlungen mit KI-Anbietern?
Die vollständige Trendübersicht gibt es ab jetzt unter:
https://zukunft.wdr.de/trendradar
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