Frau im Spiegel

Hannelore Hoger: "Beim Alter kann ich hemmungslos lügen"

München (ots) - Das Thema Alter stört Hannelore Hoger (67) massiv. "Warum wollen immer alle wissen, wie alt ich bin", schimpft sie in der Peoplezeitschrift FRAU IM SPIEGEL. "Das ist doch kein Thema." Daher treibt die Schauspielerin gerne ihre Späße mit Altersangaben. "Beim Alter kann ich hemmungslos lügen. Ich mache mich bei Umfragen oder Bestellungen grundsätzlich 20 Jahre jünger, um die Zielgruppenstatistik kaputt zu machen."

Hoger ist keine Oma. "Doch ein Enkelkind wäre klasse", stellt sie fest, als sie anlässlich ihres neuen Films "Ellas Geheimnis" (ZDF, 17.5., 20.15 Uhr) auch über ihre Aidskampagne "Help Age" spricht. Ihre Tochter Nina Hoger hat sie bisher nicht zur Oma gemacht. Nina ("das Beste, was ich je gemacht habe", sagt Hannelore) lebt in Berlin, getrennt von ihrem Ex-Mann, dem Filmproduzenten Frank Doehmann (53), und ist inzwischen selbst eine erfolgreiche Schauspielerin. Mutter Hannelore, getrennt von ihrem Lebensgefährten, dem Pianisten Siegfried Gerlach (43), lebt in einer Altbauwohnung in Hamburg. Doch Einsamkeit scheint die umtriebige Schauspielerin nicht zu kennen. Sie braucht das Alleinsein.

Grundsätzlich ist es ihr einerlei, was Leute über sie denken. Fast 40 Jahre lang wurde sie gefragt, warum ihre Tochter unehelich ist. Darüber regt sie sich heute nicht mehr auf. Es war halt so, im Sommer 1960. Als Hannelore Hoger schwanger war, sah sie keinen Grund zu heiraten. Auch mit gewissen Abhängigkeiten in ihrem Beruf hat sie sich abgefunden. Mal spielt sie an der Seite von tollen Kollegen, mal muss sie andere ertragen. "Es gibt so viele schreckliche Kollegen", sagt sie, "ich hatte diesmal sehr viel Glück."

"Ich war immer abhängig, wenn man so will", sagt die Schauspielerin. "Früher von meiner Mutter. Wenn sie mich damals nicht aus dem Krankenhaus geklaut hätte, wäre ich gar nicht da." Hannelore Hoger lag als Einjährige ein Jahr im Krankenhaus. Sie hatte eine Blut- und Lymphvergiftung. Ihr Arm hätte amputiert werden sollen. Nur durch den Mut ihrer Mutter überlebte sie und hat heute beide Arme. "Meine Mutter hat mir das Leben gerettet, indem sie mich zu Ärzten gebracht hat, die mich retten konnten." Hoger kann sich an ihre Krankenhauszeit nicht richtig erinnern. Man hat ihr erzählt, dass sie damals allein in einer dunklen Kammer lag. Und wenn sie mal mit Psychologen darüber redet, weiß sie, dass manch ein Problem auch damit zu tun haben kann.

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