Das könnte Sie auch interessieren:

Hypebeasts 2018: Was ist noch heiß, was verbrannt? - Neue Ausgabe von treibstoff: Das Magazin von news aktuell

Hamburg (ots) - Die neue Ausgabe von treibstoff ist erschienen (4/18). Im Magazin der dpa-Tochter news ...

Handball-WM 2019: Deutschland gegen Frankreich am Dienstag live im ZDF

Mainz (ots) - Nach den beiden überzeugenden Auftritten gegen Korea und Brasilien sowie dem heutigen Spiel gegen ...

Zwischen Lob und Selbstzweifel: die "Dancing on Ice"-Promis vor ihrer zweiten Kür auf dem Eis - am Sonntag live in SAT.1

Unterföhring (ots) - Bezaubernde Kür oder große Rutschpartie? Sieben Prominente wagen ihren zweiten Tanz auf ...

23.04.2006 – 17:19

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Russischer Wissenschaftler: Tschernobyl kann wieder passieren

    Berlin (ots)

Nach Ansicht des russischen Physikers Wladimir Kusnezow kann sich in russischen Kernkraftwerken ein Unfall wie der vor 20 Jahren in Tschernobyl wieder ereignen. "Das kann ganz leicht passieren", sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Der letzte Unfall ereignete sich laut Kusnezow im Mai 2005 im Leningrader Atomkraftwerk. "Erst nach zehn Tagen bestätigte der russische Energiekonzern Rosenergoatom, dass es einen Unfall gab. Was in Tschernobyl war oder heute ist, macht keinen Unterschied. Die Leute, die heute in den russischen Atomenergiebehörden arbeiten, sind die gleichen wie damals. Die Hauptursache für Tschernobyl liegt im Kopf, im Denken der Menschen. Es wurden keine Lehren gezogen." Für die Schließung der Reaktoren des Tschernobyl-TYps, die laut Kusnezow "von keiner guten Qualität" sind, wolle in Russland niemand Geld ausgeben. Eine Schließung koste 500 Millionen Dollar pro Reaktor. "In Russland existieren heute 16 Reaktoren der ersten Generation. Sie sind 30 und mehr Jahre alt und müssten abgeschaltet werden. Aber sie laufen weiter, und der Staat nimmt dieses Risiko bewusst in Kauf", sagte Kusnezow. Der Physiker arbeitete vor dem Unglück als Ingenieur im Kernkraftwerk Tschernobyl, leitete von 1985 bis 1992 die russische Atomaufsicht und ist heute Programmdirektor für nukleare Sicherheit bei Green Cross Russland, einer von Michail Gorbatschow gegründeten Organisation zur Bewältigung von Militär-  und Industriekatastrophen.

    Inhaltliche Rückfragen richten Sie bitte an: Der Tagesspiegel, Ressort Politik, Tel. 030/26009-225.

Der Tagesspiegel Chef vom Dienst Thomas Wurster Telefon: 030-260 09-308 Fax: 030-260 09-622 cvd@tagesspiegel.de

Original-Content von: Der Tagesspiegel, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Der Tagesspiegel
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung