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Der Tagesspiegel: Länder-Gesundheitsminister prüfen, ob sie Vorräte an antiviralen Medikamenten für den Fall einer weltweiten Grippe-Epidemie aufstocken.

    Berlin (ots) - Die Länder-Gesundheitsminister prüfen am kommenden Donnerstag auf einer außerdordentlichen Sitzung in Berlin, ob sie ihre Vorräte an antiviralen Medikamenten für den Fall einer weltweiten Grippe-Epidemie aufstocken. Das sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Gesundheitsminister Gerry Kley (FDP), dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe). Zugleich kritisierte er die Forderung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Vorräte für 20 Prozent aller Bürger anzulegen.

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    Die Länder-Gesundheitsminister prüfen am kommenden Donnerstag auf einer außerdordentlichen Sitzung in Berlin, ob sie ihre Vorräte an antiviralen Medikamenten für den Fall einer weltweiten Grippe-Epidemie aufstocken. Das sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Gesundheitsminister Gerry Kley (FDP), dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe). Zugleich kritisierte er die Forderung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), Vorräte für 20 Prozent aller Bürger anzulegen. "Es ist etwas ungewöhnlich, wenn jemand, der sich finanziell nicht an den Kosten für die Bevorratung beteiligt, solche Forderungen erhebt", sagte er dem Tagesspiegel. Aber es gibt es Hinweise, dass die Länder möglicherweise mehr Arzneien als ursprünglich geplant ankaufen werden. Die Gesundheitsminister wollen sich auf ihrer Sitzung die Berechnungen des Robert-Koch-Institut vorlegen lassen und auch die Argumente dafür, warum der größere Vorrat nötig ist. "Natürlich wird sich kein Bundesland seiner Verantwortung für seine Bürger entziehen", sagte Kley. "Aber es sollte jetzt kein Wettbewerb geben, wer die größten Vorräte anlegt. Schließlich müssen die Länder dafür Geld des Steuerzahlers in die Hand nehmen und dann muss man schon sehr genau begründen können, wieso das nötig ist." Sachsen-Anhalt hat derzeit einen Vorrat, der für 5,6 Prozent der Bevölkerung reicht und dafür rund zwei Millionen Euro ausgegeben. Auch die Berliner Gesundheitsbehörde schließt eine Aufstockung ihres Vorrats nicht aus. "Sollten sich alle Länder darauf einigen, mehr anzuschaffen, dann wird auch Berlin dafür Geld zur Verfügung stellen", sagt die Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung, Roswitha Steinbrenner. Zurzeit sind für die Stadt 245 000 Therapiedosen eingelagert, genug für 7,2 Prozent der Berliner.

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