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Der Tagesspiegel: Jens Reich und Richard Schröder: Wir brauchen klare Regeln für die Stammzellforschung

    Berlin (ots) - Vor "Gesetzgebungsfanatismus" warnen der Molekularbiologe Jens Reich und der Theologe Richard Schröder die Bundesregierung bei der Stammzellforschung. In einem Gespräch mit dem Tagesspiegel (Samstagsausgabe) sagten die beiden Berliner Wissenschaftler, man könne die  Wissenschaft totmachen, wenn man ihr seitens der Politik vorschreibe, welche Experimente zulässig seien und welche nicht. Die Tendenz im Bundestag, hier bis in die Einzelheiten zu gehen, sei fatal.

    Allerdings mahnten die beiden Wissenschafler, die im nationalen Ethikrat der Bundesregierung mitarbeiten, die moralischen Grenzen in der  Stammzellforschung zu respektieren. Für "moralisch unzulässig" halten die beiden Professoren  Versuche, deren Ziel vererbbare genetische Veränderungen sind. Man sei sich im Nationalen Ethikrat einig, "dass wir Menschen nicht konstruieren wollen". Als problematisch und korrekturbedürftig bezeichnete Schröder die Zulässigkeit von Spätabtreibungen noch zu einem Zeitpunkt, zu dem bereits eine normale Geburt eingeleitet werden könne. Eine Gesetzgebung, die eine solche Abtreibung erlaube, eine Auswahl bei befruchteten Eizellen aber verbiete, sei "bizarr".

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