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30.12.2005 – 14:24

Der Tagesspiegel

Der Tagesspiegel: Bahnchef Mehdorn: Berlin und Hamburg werden wichtige Konzernstandorte

    Berlin (ots)

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat zugesichert, die Entscheidung über den künftigen Standort des Hauptsitzes der Deutschen Bahn in Ruhe abzuwägen. In einem Beitrag für den Tagesspiegel (Silvesterausgabe) schreibt er: "Wir prüfen den Einstieg in den Hamburger Hafen und die Hochbahn, um unsere nationale und internationale Marktstellung auszubauen. Konflikte suchen wir nicht, gehen ihnen aber auch nicht aus dem Weg. Sicher ist: Wir werden keine überstürzte Entscheidung treffen - und die beste Lösung finden, für die DB AG ebenso wie für unsere Kunden und Mitarbeiter. So oder so werden Berlin und Hamburg zentrale Standorte der DB AG sein."

    Mehdorn stellt dem Standort Deutschland insgesamt ein gutes Zeugnis aus, vor allem für Logistikunternehmen sei das Land ideal: "Mehr als 4000 Arbeitsplätze haben wir bei der Deutschen Bahn AG allein in diesem Jahr durch ein Bündnis von Unternehmen und Gewerkschaften für die über 200000 Beschäftigten der Bahn bis zum Jahr 2010 gesichert. Und das ist nur eins von vielen Beispielen dafür, dass in Deutschland viel möglich ist, wenn die Partner wollen. Diese Beweglichkeit haben einige große deutsche Unternehmen in der Vergangenheit demonstriert, sich international gut positioniert und damit Arbeitsplätze in Deutschland gehalten. (...) Bei Transport und Logistik ist Deutschland eindeutig Gewinner der Globalisierung, weil man sich ihr stellt, statt sie zu bejammern."

    Mehdorn warnt davor, den Strukturwandel zu bremsen: "Solch ein Wandel zu internationaler Wettbewerbsfähigkeit funktioniert nur, wenn er nicht über Gebühr gebremst wird: Deutschland braucht viel Veränderung, um so zu bleiben, wie es ist, - oder noch ein bisschen besser zu werden. Auf dem Weg dorthin brauchen wir einen verlässlichen und stabilen Fahrplan. Das schafft Vertrauen und ist die Grundlage für den Optimismus, den Verbraucher und Investoren für die Bewältigung der anspruchsvollen Reformaufgaben brauchen."

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