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Der Tagesspiegel: Kachelmann-Ankläger: Wir haben keine Akten zurückgehalten Staatsanwälte wehren sich gegen Vorwürfe von Verteidiger Schwenn
"Ganz normaler Vorgang"

Berlin (ots) - Die Mannheimer Staatsanwaltschaft ist Vorwürfen entgegengetreten, sie halte im Verfahren gegen Jörg Kachelmann Ermittlungsunterlagen zurück. "Wir haben dem Gericht gerade mitgeteilt, dass wir die Akten vollständig übergeben haben," sagte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge am Donnerstag dem Tagesspiegel (Freitagsausgabe). Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn hatte den Anklägern vorgeworfen, sie hätten Vermerke über Gespräche mit der Schweizer Zeugin Toini L. nicht an das Landgericht geleitet, das seit Wochen über die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Ex-Wettermoderator verhandelt. Notfalls müsse man die Räume der Behörde durchsuchen lassen. Oltrogge sagte, das Gericht habe auf Schwenns Antrag hin verlangt, möglicherweise fehlende Aktenteile nachzureichen oder aber eine so genannte Vollständigkeitserklärung abzugeben. "Diese Erklärung haben wir am Mittwoch abgegeben". Oltrogge bezeichnete dies als "ganz normalen Vorgang", das Gericht wolle sich keine prozessualen Versäumnisse vorwerfen lassen.

Staatsanwalt Oltrogge hält es weiter für möglich, die Zeugin doch noch zu vernehmen. "Wir haben dem Gericht eine ladungsfähige Anschrift mitgeteilt". Er teile deshalb nicht die Auffassung Schwenns, die Zeugin sei "unerreichbar". So gebe es für das Gericht beispielsweise die Möglichkeit, die Frau per Rechtshilfeersuchen in der Schweiz zu vernehmen. Verweigern dürfe sie die Aussage nicht, sagte Oltrogge.

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