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Der Tagesspiegel: Ströer sieht Ende der Werbekrise und wächst wieder - Börsengang denkbar

    Berlin (ots) - Der Kölner Außenwerber Ströer sieht eine Erholung in der Werbebranche. "Die Werbekrise ist vorbei, jedenfalls in dem Sinne, dass die Nettoerlöse zweistellig fallen. Für Deutschland erwarten wir, dass der Werbemarkt 2010 stagniert", sagte der Vorstandsvorsitzende und Miteigentümer Udo Müller dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Sein Unternehmen, Marktführer bei der Außenwerbung in Deutschland, werde 2010 sogar auf "ein vernünftiges Wachstum" kommen. "Das erste Quartal läuft recht gut." Im Krisenjahr 2009 habe sich der Umsatzschwund "im niedrigen einstelligen Prozentbereich" bewegt. Ströer schreibe "außerordentlich stabile Gewinne" und sei hervorragend durch die Krise gekommen.

      Ströer will weiterhin vor allem im Ausland wachsen und erwägt
dafür die Neuauflage früherer Börsenpläne. "Wir glauben, dass es
zahlreiche Wachstumsmöglichkeiten im Ausland gibt - auch durch
Zukäufe", sagte Müller. Er nannte West- und Osteuropa als
interessante Regionen und verwies erneut auf die erwartete
Restrukturierung des US-Konzerns Clear Channel. "Wenn da interessante
Unternehmensteile zum Verkauf stehen, schauen wir uns das genau an."
Ein Börsengang sei dabei "theoretisch eine von mehreren Optionen, um
unser Wachstum fortzusetzen".

    Auf dem Berliner Markt muss sich die Decaux-Wall-Gruppe auf mehr Konkurrenz einstellen. "Wir sind in Berlin nicht auf kommunalem Grund vertreten und werden uns das mit Interesse anschauen", sagte Müller. Die Außenwerbung der Hauptstadt sei der "mit weitem Abstand größten Vertrag in Deutschland" und komme auf ein Umsatzvolumen von schätzungsweise 70 Millionen Euro. Die Ströer AG gehört Udo Müller und Dirk Ströer jeweils zur Hälfte. Allerdings hat die Beteiligungsgesellschaft Cerberus das Recht, 15 Prozent der Anteile zu übernehmen, nachdem sie vor sechs Jahren die Übernahme der Deutsche Städte-Medien (DSM) mitfinanziert hat.

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