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Der Tagesspiegel: IG Metall und Gesamtmetall streiten über Opel

    Berlin (ots) - In der Metallbranche, dem größten deutschen Industriebereich, verschärft sich die Auseinandersetzung über den Umgang mit der Wirtschaftskrise.  "Die derzeitigen Diskussionen über Opel sind absurd: Wir überlegen, ob wir den Opfern der Krise helfen sollen. Warum ziehen wir nicht die Täter zur Verantwortung?", sagte Detlef Wetzel, zweiter Vorsitzender der IG Metall, dem Tagesspiegel (Montagausgabe). "Niemand in dieser Gesellschaft führt eine Diskussion über die Täter", beklagte er. "Die Täter sitzen nicht nur in den Banken, sondern auch in der Politik."

    Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, warf wiederum Wetzel "schädliche Polarisierung in dieser schwierigen Zeit" vor, indem er "Begriffe aus dem Kriminalbereich" benutze.  Er warnte vor öffentlichen Hilfen. "Mit staatlichen Eingriffen  wird die Tür geöffnet für eine Politisierung und Verfilzung der Wirtschaft." Die Milliardensummen verzerrten Maßstäbe und bewirkten eine  "Inflationierung in den Köpfen, so dass wir womöglich  in die nächste Krise stolpern", sagte der Gesamtmetall-Präsident dem Tagesspiegel. Systemrelevant für die Wirtschaft insgesamt seien im Prinzip nur Banken, da die "den Blutkreislauf bilden".  "Kaum jemand anderes von uns in der Realwirtschaft kann sich darauf berufen", sagte Kannegiesser.

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