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Der Tagesspiegel: DGB warnt Regierung vor Zwangsverrentung älterer Arbeitsloser

Berlin (ots)

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die
Bundesregierung aufgefordert, die zum Januar 2008 drohende 
"Zwangsverrentung" älterer Arbeitsloser zu stoppen. "Arbeitslose 
dürfen auch in Zukunft nicht in eine Altersrente mit Abschlägen 
gezwungen werden", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dem
Berliner "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). "Es wäre ein durch und 
durch vergiftetes Weihnachtsgeschenk für ältere Arbeitslose, wenn die
Koalition sie ab Januar gegen ihren Willen in eine Rente mit hohen 
Abschlägen schickt." Schließlich wollten viele arbeiten, doch sei 
ihnen ist der Arbeitsmarkt "faktisch weiterhin verschlossen".
Buntenbach kritisierte, die Koalition könne nicht einerseits 
längere Lebensarbeitszeiten fordern und "gleichzeitig zulassen, dass 
ältere Langzeitarbeitslose am ausgestreckten Arm verhungern". Es sei 
richtig, der Beschäftigung und Eingliederung oberste Priorität 
einzuräumen, doch "dann müssen den Arbeitslosen auch anständige 
Arbeitsangebote gemacht werden". Für die Masse der älteren 
Arbeitslosen seien solche Angebote nicht in Sicht. Auch schaffe nur 
jeder fünfte Arbeitnehmer den Wechsel direkt vom Job in die 
Altersrente. "Deshalb muss parallel zum Ausbau der Arbeitsförderung 
die soziale Absicherung beim Arbeitslosengeld, bei Hartz IV und bei 
der Rente verbessert werden."
Konkret fordert der DGB eine gesetzliche Klarstellung, "dass 
Arbeitslose nicht in eine Altersrente mit Abschlägen gezwungen werden
dürfen". Dies sei Es sei "eine Frage der politischen Anständigkeit", 
sagte Buntenbach. Schließlich würden diese Abschläge bis zum 
Lebensende gelten. "Angesichts der bereits wirkenden Kürzungen durch 
die Renten- und Arbeitsmarktreformen muss alles dafür getan werden, 
weitere Einbußen vor allem für Ältere zu vermeiden", so Buntenbach.
Bei Rückfragen: 030/7262626-14 (Rainer Woratschka) oder 
030/26009-389 (Politikredaktion).

Pressekontakt:

Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-260 09-308
Fax: 030-260 09-622
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