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Bauhauptgewerbe im November: Stabile Entwicklung zum Jahresausklang

Unternehmer melden insgesamt Order- und Umsatzplus. Aber: Starke regionale Spreizungen. Und: Straßenbau kommt nicht in Gang.

„Wir haben Anfang der Woche einen positiven Ausblick für 2026 gegeben: wir erwarten ein Umsatzplus im Bauhauptgewerbe von real 2,5 Prozent. Dies ist ein Lichtblick nach langer Talfahrt. Vorher müssen wir aber noch einmal in den Rückspiegel blicken. Die partielle Besserung der Baukonjunktur in 2025 hat sich auch im November fortgesetzt – die Bauunternehmer melden einen realen Order- und Umsatzanstieg. Bei den Aufträgen profitiert die Branche von diversen Großprojekten, die auch dem Öffentlichen Bau zu einem Auftragsplus verholfen haben.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Konjunkturindikatoren für den Bau. Allerdings hätte sich beim Auftragseingang die regional sehr unterschiedliche Entwicklung fortgesetzt, mit teilweise zweistelligen Minus- und Plusraten in den Bundesländern. Insgesamt werde für das Bauhauptgewerbe1 für den November im Vorjahresvergleich ein reales2 Auftragsplus von 4,1 Prozent gemeldet, im Vormonatsvergleich3 sogar von 8,5 Prozent.

Für den gesamten Zeitraum von Januar bis November ergebe sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein reales2 Plus von 7,2 Prozent. Hiervon sei allerdings nach wie vor der Straßenbau ausgenommen, der in den ersten elf Monaten noch mit real minus 7,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau liege. Müller: „Auch für November können wir noch keine Entwarnung geben. Für den Straßenbau wird immer noch ein Orderminus von real 0,9 Prozent ausgewiesen. Dafür, dass der Ausschreibungsstopp bei der Autobahn GmbH Ende Juli des vergangenen Jahres aufgehoben wurde, dauert es aber ziemlich lang, bis die Aufträge kommen. Aus diesem Grund sind wir bei unserer Umsatzprognose im Öffentlichen Bau für 2026 mit real 1,5 Prozent auch sehr vorsichtig.“ Getragen werde diese Bausparte derzeit nur vom Hochbau und Sonstigem Tiefbau, in letzterem wird auch der Bau von Brücken erfasst. Aufgrund der politischen Signale der vergangenen Wochen hoffe Müller jedoch, dass sich der Investitionsabfluss zum Ende 2025 verstetige und künftig wieder positivere Botschaften vermeldet werden können.

Der baugewerbliche Umsatz im gesamten Bauhauptgewerbe1 hat im November (im Vergleich zum Vorjahresmonat) um real 4,3 Prozent zugelegt. Für die ersten elf Monate wird damit ein Anstieg von real 2,1 Prozent ausgewiesen. Müller: „Für den Straßenbau, aber auch für den Wohnungsbau war 2025 allerdings ein verlorenes Jahr.“ Nach wie vor meldet das Statistische Bundesamt für beide Bausparten einen realen Rückgang (-2,9 bzw. -3,5 Prozent). „Angesichts der desolaten Infrastruktur und des Mangels an Wohnraum eine fatale Entwicklung. Der Turnaround muss kommen.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis). 1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 kalenderbereinigt | 3 saison-, kalender- und preisbereinigt |

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Britta Frischemeyer
Leitung Presse & Kommunikation
Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
Telefon 030 21286-229,  britta.frischemeyer@bauindustrie.de, www.bauindustrie.de
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