Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Einigung im Tarifkonflikt des deutschen Baugewerbes

    Berlin (ots) -
    - Gemeinsamer Tarifabschluss für Ost und West!
    - Mindestlohn für Baufacharbeiter eingeführt!
    - Neue Lohngruppenstruktur!
    - ZVK-Sanierung auf den Weg gebracht!
    
    Der erste Streik in der Nachkriegsgeschichte des deutschen
Baugewerbes ist zu Ende: Die Tarifparteien einigten sich heute in
Wiesbaden nach fast 22-stündigen Verhandlungen auf eine Erhöhung der
Löhne und Gehälter von 3,2 % zum 1. September 2002 und von 2,4 % zum
1. April 2003. Für die Monate Juni, Juli und August 2002 erhalten die
Beschäftigten des westdeutschen Baugewerbes zusätzlich
Einmalzahlungen von jeweils 75 Euro. Damit seien die Bauarbeitgeber
bis an die Schmerzgrenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen,
erklärte der Verhandlungsführer der Bauarbeitgeber, Prof. Thomas
Bauer, Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
    
    Gleichzeitig verständigten sich die Tarifpartner auf die
Einführung eines zweiten Mindestlohnes für Baufacharbeiter ab dem 1.
September  2003 - und zwar in Höhe von 12,47 Euro in Westdeutschland
und 10,01 Euro in Ostdeutschland. Damit hätten die Tarifpartner
einmal mehr ihre tarifpolitische Innovationsfähigkeit bewiesen,
kommentierte Bauer. Mit dem zweiten Mindestlohn könnte sich die
deutsche Bauwirtschaft besser auf die Erweiterung des europäischen
Baumarktes vorbereiten. Der untere Mindestlohn soll ab dem 1.
September 2002 in Westdeutschland um 3,2 % auf 10,12 Euro, in
Ostdeutschland um 1,5 % auf 8,76 Euro ansteigen. Für den 1. September
2003 ist eine weitere Anhebung des Mindestlohnes von 2,4 % auf 10,36
Euro in Westdeutschland und 8,97 Euro in Ostdeutschland vorgesehen.
    
    Für Bauer hat die deutsche Bauwirtschaft damit die schwierigste
Verhandlungsrunde der vergangenen 50 Jahre erfolgreich gemeistert.
Trotz der schwierigen strukturellen und konjunkturellen Probleme sei
es gelungen, einen gemeinsamen Tarifvertrag für Ost- und
Westdeutschland zustande zu bringen. Darüber hinaus habe die Branche
es geschafft, den Bundesrahmentarifvertrag zu verschlanken und zu
modernisieren. Insbesondere die Entwicklung einer neuen
Lohngruppenstruktur sei ein großer Erfolg. Schließlich hätten die
Tarifparteien auch die Reform der Zusatzversorgungskasse auf den Weg
gebracht. Bauer zum Gesamtergebnis: "Wir haben eine Lösung gefunden,
die Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen mittragen können. Es
gibt weder Verlierer noch Gewinner."
    
    
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