Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Bauarbeitgeber zur bevorstehenden Urabstimmung über den Streik im deutschen Baugewerbe: Die IG BAU spielt mit dem Feuer!

    Berlin (ots) - "50 Jahre Arbeitsfrieden - und nun in der
schlimmsten Baukrise der Nachkriegszeit der erste flächendeckende
Arbeitskampf! Die IG BAU spielt mit dem Feuer." Mit diesen Worten
kommentierte heute in Berlin der Verhandlungsführer der
Bauarbeitgeber, Prof. Thomas Bauer, Vizepräsident des Hauptverbandes
der Deutschen Bauindustrie, den Beschluss des Vorstandes der IG BAU,
die Urabstimmung über die Einleitung von Streikmaßnahmen
vorzubereiten. Die IG BAU setze damit die Errungenschaften einer mehr
als 50-jährigen Tarifpartnerschaft aufs Spiel. Die Gewerkschaft
riskiere damit einen tarifpolitischen Scherbenhaufen, der auch in
mehreren Jahren nicht mehr gekittet werden könne. Bauer: "Damit
übernimmt die IG BAU eine riesengroße Verantwortung."
    
    Für Bauer ist damit der Flächentarifvertrag am Bau in Gefahr. Wenn
es der Gewerkschaft gelingen sollte, Ost gegen West und Klein gegen
Groß auszuspielen, könnte dies zum Zerfall der Verbände und zum
Verlust der Tariffähigkeit führen. Für die Mitarbeiter besonders
bitter seien die Gefahren für die Mindestlöhne am Baumarkt; die IG
BAU riskiere damit Wild-West-Methoden, die niemand wolle. Aber auch
die Sozialkassen des Baugewerbes gerieten in Gefahr, wenn die
Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen an der wachsenden
Zahl von nicht mehr tarifgebundenen Unternehmen scheitern sollte.
    
    An die Unternehmen des deutschen Baugewerbes appellierte Bauer,
sich im bevorstehenden Arbeitskampf nicht gegeneinander ausspielen zu
lassen. Die Einigkeit im Arbeitgeberlager sei eine unabdingbare
Voraussetzung für eine erfolgreiche Lösung des Tarifkonflikts. Bauer:
"Wir brauchen insbesondere eine gemeinsame Lösung für West- und
Ostdeutschland, damit eine entwicklungsfähige Basis für eine
gemeinsame Zukunft auf dem deutschen Bauarbeitsmarkt geschaffen wird.
Die IG BAU muss so schnell wie möglich wieder an den
Verhandlungstisch, um einen größeren Schaden von der deutschen
Bauwirtschaft, ihren Unternehmen und Mitarbeitern abzuwenden."
    
ots Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
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