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Caroline Sprott über ihr neues Buch "Emotional frei mit Lipödem"
"Die Diagnose Lipödem ist der Anfang eines neuen Lebens, in dem Betroffene zu unverhoffter Stärke finden!"

Caroline Sprott über ihr neues Buch "Emotional frei mit Lipödem" / "Die Diagnose Lipödem ist der Anfang eines neuen Lebens, in dem Betroffene zu unverhoffter Stärke finden!"
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Bayreuth (ots)

2010 wurde bei Caroline Sprott die Diagnose Lipödem gestellt - anfangs nur an den Beinen, später auch an den Armen. Seitdem setzt sich die Markenbotschafterin des Medizinprodukte-Herstellers medi mit großem Engagement für Aufklärung ein und nutzt ihre wachsende Medienpräsenz, um Betroffenen Mut zu machen. Nach ihrem Debüt im Jahr 2023 ist Mitte Februar ihr zweites Buch erschienen: "Emotional frei mit Lipödem" mit Ergotherapeutin und psychologischer Beraterin Marianne Jouanneaux als Co-Autorin. Darin nehmen beide die Leserinnen mit auf eine Reise zu mehr Selbstbestimmung, Klarheit und innerer Stärke. Ein Gespräch über Mindset, Selbstermächtigung und weshalb die Psyche für die Therapie bei Lipödem entscheidend ist.

Liebe Frau Sprott, was war die Idee hinter Ihrem neuen Buch?

Caroline Sprott (CS): "Ich wollte eine Seite der Lipödem-Therapie beleuchten, die bisher zu kurz gekommen ist: die mentale Ebene. Viele Betroffene verspüren Scham, Selbstzweifel oder das Gefühl, im falschen Körper zu stecken - oft ausgelöst durch Kommentare und Erwartungen anderer oder gesellschaftliche Ideale. Genau diese inneren Belastungen wollten wir sichtbar machen und zugleich Wege aufzeigen, wie sich Betroffene davon lösen können. Sie sollten mit dem Buch einen emotionalen Notfall-Koffer an der Hand haben, mit dem sie psychische Belastungen, die mit der Erkrankung einhergehen, auffangen können."

Marianne Jouanneaux (MJ): "Wir möchten Betroffene empowern! Unser Ziel war es, ein mutmachendes Buch zu machen, das zeigt: Ich kann meinen Körper nicht von heute auf morgen verändern, aber ich kann verändern, wie ich über ihn denke und wie ich mit ihm umgehe. Als Lip- und Lymphödem-Betroffene, aber auch als jede Frau, die Selbstzweifel und Scham in Bezug auf ihren Körper hat. Leserinnen sollten verstehen: Es gibt eine innere Heilung, wenn wir lernen, unseren Körper wieder als Verbündeten zu sehen und im Einklang mit ihm leben. Wenn wir uns von Bewertungen lösen können und uns selbst wieder mit mehr Mitgefühl begegnen - wenn wir wirklich emotional frei sind. Das war das zentrale Element, welches wir im Buch herausarbeiten wollten."

Haben Sie das Buch auch geschrieben, Frau Sprott, weil Sie sich einen solchen Ratgeber nach Ihrer Diagnose gewünscht hätten?

CS: "Ja, als Betroffene hatte ich immer das Gefühl, es geht nur um Lymphe, Fett und Therapie. Teil der Behandlung sind medizinische Kompressionstherapie, Hautpflege, Selbstmanagement, Sport und Bewegung, Psychotherapie und Ernährung - alles wichtige Bausteine. Wirklich besser wurde mein Leben, als ich angefangen habe, an mir selbst zu arbeiten. Das war der Wendepunkt! Die Psyche ist das Fundament einer erfolgreichen Therapie. Wenn Betroffene sich selbst nicht mögen, werden sie ihre benötigte Therapie nicht priorisieren, da sie den Mehrwert nicht sehen. Im Laufe der Zeit habe ich Bewältigungsstrategien entwickelt, die mir helfen, mit meiner Erkrankung besser klarzukommen. Ich habe mehr Selbstvertrauen und gehe positiv durchs Leben. Das wollte ich anderen Betroffenen weitergeben."

In Ihrem ersten Buch haben Sie sich eine Ärztin als Co-Autorin an die Seite geholt, jetzt Ergotherapeutin und psychologische Beraterin Marianne Jouanneaux - weshalb?

CS: "Weil ich mir diese Expertise selbst nicht zuschreiben möchte. Ich wusste: Wenn ich ein Buch über innere Heilung schreibe, brauche ich jemanden, der das tief fundiert begleitet. Und Marianne ist mir seit unserem ersten Gespräch nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich habe sie Ende 2022 beim Lip- und Lymph-Talk von medi in Bayreuth kennengelernt, einer Veranstaltung, wie Lip- und Lymphödem-Patient:innen ihren Alltag erfolgreich, selbstbewusst und souverän meistern können. Damals waren wir eingeladen, um über persönliche Erfahrungswerte zu sprechen beziehungsweise Wege aus der Stagnation aufzuzeigen. Ich empfand Marianne und ihre Aussagen als so treffend und zielsicher, dass ich das Gefühl hatte, wir würden gut zusammenarbeiten und uns ergänzen - was sich auch bewahrheitet hat. Ich habe ihr die Idee zum Buch unterbreitet und innerhalb von Minuten war klar: Das machen wir!"

Wie haben Sie sich die Struktur aus praktischen Tipps, Arbeitsblättern und Übungen erarbeitet?

MJ: "Das hat sich im Gespräch so ergeben. Ich denke, wir haben uns gegenseitig inspiriert. Die Struktur war schnell gefunden: Jedes Kapitel ist als Therapiegespräch zwischen Caroline und mir zu verschiedenen Themen aufgebaut wie Akzeptanz, Selbstmanagement, Partnerschaft oder Schmerzen. Im Anschluss an jedes Kapitel finden die Leserinnen Übungen und Arbeitsblätter aus meiner Praxis. Damit können sie die neuen Erkenntnisse sofort anwenden und vertiefen - und so den direkten Transfer in den Alltag schaffen."

Welches Thema war für Sie am wichtigsten?

CS: "Ganz klar das Körperbewusstsein! Wie Marianne schon gesagt hat, können wir unseren Körper nicht von heute auf morgen ändern, aber wir können lernen, gut mit ihm zu leben, anstatt ihn permanent abzulehnen. Mir persönlich lag auch das Thema Erwartungshaltung am Herzen, zum Beispiel bei Liposuktionen, der chirurgischen Entfernung von Fettzellen. Viele glauben, eine Operation sei die Lösung - und für Betroffene kann dieser Eingriff auch eine Verbesserung der Symptome bedeuten. Auch bei mir war das teilweise der Fall. Aber ohne Selbstmanagement kommt man danach genau an denselben Punkt zurück. Betroffenen sollte klar sein: Eine Liposuktion ist nur ein Baustein auf einem längeren Weg mit konsequenter Therapie und viel Selbstfürsorge."

MJ: "Die größte Wunde, die zu selten behandelt wird, ist die Beziehung zum eigenen Körper - und das ganz unabhängig von Lip- oder Lymphödem. Mich berührt, dass Frauen nicht nur unter körperlichen Beschwerden leiden, sondern unter Scham, Selbstzweifeln und ständiger Bewertung. Wann haben wir angefangen zu glauben, unser Körper stünde zur Diskussion? Viele Frauen tragen Sätze in sich, die gar nicht ihre eigenen sind. Kommentare aus der Kindheit, Bewertungen aus dem Umfeld, Schönheitsideale aus Werbung und Social Media. Diese fremden Stimmen laufen wie ein Dauerkommentar im Kopf. Emotionale Freiheit bedeutet: Diese Stimmen zu erkennen - und ihnen die Macht zu entziehen."

Gab es bei Ihnen diesen einen Schlüsselmoment, Frau Sprott?

CS: "Ja, beim Kinderarzt. Ich war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, als mein Körper zum ersten Mal bewertet wurde: ,Drei Kilo zu viel!' Später kamen andere Sätze dazu: ,Du bist zu groß und wirst später Probleme haben, Schuhe oder einen Partner zu finden. Pass auf, dass du nicht noch mehr zunimmst, Brautkleider gibt es schließlich nur bis Größe 42.' Als Kind hinterfragt man solche Aussagen nicht - man glaubt sie. Und irgendwann urteilt man selbst so über sich. Ein großer Schritt war für mich die Frage: Ist das wirklich meine Stimme - oder nur eine übernommene? Und genau das hoffe ich, mit dem Buch zu erreichen. Frauen sollen zum Umdenken angeregt werden, sie sollen sich emotional freischaufeln, endlich wieder aufatmen können. Es geht nicht um schnelle Lösungen, sondern darum, die Beziehung zum eigenen Körper zu verändern. Denn Heilung beginnt nicht erst, wenn sich der Körper verändert - sondern wenn wir aufhören, gegen ihn zu kämpfen. Sobald wir beginnen, uns selbst anzufeuern statt abzuwerten, verändert sich alles."

MJ: "Absolut! Im Alltag kann es beispielsweise helfen, sich von Freund:innen und Familie eine ,Lobdusche' geben zu lassen und zu notieren, was das Umfeld an einem toll findet. Es sind oftmals die kleinen Dinge, die Veränderung einleiten."

Was wünschen Sie sich für die Zukunft - für Betroffene, aber auch gesellschaftlich?

CS: "Echte Körper brauchen mehr Sichtbarkeit. Weniger Retusche, mehr Realität. Wir brauchen Bilder, die normal sind. Es gibt unendlich viele Körperformen. Und sie alle sind einfach ... menschlich. Ich möchte, dass wir einander sehen - nicht bewerten. Und für Lipödem-Betroffene stelle ich mir eine Amazonenarmee vor, die alle für sich einstehen und selbstsicher sind."

MJ: "Ich wünsche mir eine Welt, in der Frauen nicht permanent auf ihre Körper reduziert werden. Wo Kompetenz wichtiger ist als Perfektion oder Gefallen. Wir sollten Mädchen beibringen: Dein stärkstes Körperteil ist dein Gehirn. Nicht deine Konfektionsgröße. Wir sind mehr als unsere Körper!"

Danke Ihnen für das Gespräch!

Über das Buch "Emotional frei mit Lipödem":

Raus aus der negativen Gedankenspirale und rein in ein gütiges Verhältnis zum eigenen Körper: Gar nicht so einfach, weiß Lipödem-Patientin und Healthfluencerin Caroline Sprott. Mit diesem Buch gibt sie deshalb Betroffenen einen emotionalen Begleiter an die Hand, der mit vielen praktischen Tipps, Übungen und Worksheets Menschen mit Lipödem dabei hilft, sich selbst anzunehmen und ein emotional freies, glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Im Austausch mit Therapeutin und Expertin Marianne Jouanneaux werden in diesem Buch in Therapiegesprächen die wichtigsten Themen zur emotionalen Gesundheit angesprochen und therapeutisch-fachlich eingeordnet. Dabei kommen auch die offenen "Baustellen" zur Sprache, die durch die Lipödem-Erkrankung erst ans Licht gekommen sind: Scham, Selbstzweifel, Überforderung, Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung und der innere Kampf gegen den eigenen Körper. Übungen und Arbeitsblätter unterstützen den Weg zu neuer innerer Stärke und zu einer echten emotionalen Revolution für Lipödem-Betroffene.

Quelle: www.kosmos.de

ISBN: 978-3-96859-094-3, Verlag: Herbig

Surftipps:

www.medi.de/fachhandel

www.medi.de/diagnose-therapie/lipoedem/krankheitsbild-lipoedem

www.medi.de/diagnose-therapie/lipoedem/erfahrungen/modebloggerin-sprott/

www.medi.de/produkte/highlights/vielfalt-oedemtherapie

Pressekontakt:

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Medicusstraße 1
95448 Bayreuth
www.medi.de

Janine Lenhart
Communication & PR Managerin
Telefon: +49 921 912-2819
E-Mail: j.lenhart@medi.de

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