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Deutsche Umwelthilfe e.V.

UNESCO Perlen an der Elbe - Gesamtwert bislang nicht erkannt. Stärkere Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern ist vonnöten

Dresden (ots)

Das heutige ElbeForum, zu dem die Deutsche
Umwelthilfe gemeinsam mit dem Verlagshaus Gruner + Jahr im Rahmen des
Projektes "Lebendige Elbe" in das historische Blockhaus nach Dresden 
eingeladen hat, steht ganz unter dem Zeichen, den Dialog zwischen den
Akteuren entlang der Elbe zu fördern und die Bedeutung des  
Einzugsbiets der Elbe als international einmalige UNESCO-Region 
herauszustellen.
"In keiner Flussregion Deutschlands gibt es von der Quelle bis zur
Mündung eine so hohe Dichte von internationalen 
Schutzgebietskategorien, die unter der Schirmherrschaft der UNESCO 
stehen, wie an der Elbe ", so Prof. Dr. von Droste zu Hülshoff, ehem.
Direktor der UNESCO-Welterbezentrums in Paris und heute Berater der 
UNESCO. Bislang wird dieser Fundus aber als Gesamtpaket noch 
unzureichend koordiniert und vermarktet und sowohl national als 
international kaum kommuniziert. Wenngleich die Anerkennungen als 
Welterbestätten oder Biosphärenreservate den Bundesländern und 
Kommunen durchaus Verpflichtungen abverlangen, so ergeben sich aus 
diesem "Gesamtensemble" für die Elbregion zum Beispiel in der 
Tourismusentwicklung gewaltige Chancen.
Allerdings setzt dies in weit stärkerem Maße als bisher ein 
gemeinsames Handeln aller Akteure entlang der Elbe voraus. "Wenn alle
an einem Strang ziehen, dann stehen die Zeichen gut, aus der Elbe in 
Deutschland das zu machen, was die Loire für Frankreich ist", so 
Roberto Epple,  Projektleiter "Lebendige Elbe" und Direktor des 
international tätigen European Rivers Network. "Wir müssen endlich 
über das regionale Agieren hinausgehen und es schaffen als 
Flussregion zu denken und zu handeln. Dies gilt übrigens nicht nur 
für den Tourismus und die Regionalentwicklung, sondern auch für den 
Hochwasser- und den Auenschutz." Das ElbeForum gibt ein wichtiges 
Signal für die Notwendigkeit gemeinsamen und konzertierten Handelns 
aller Akteure entlang der Elbe.
Der gegenwärtig stattfindende Wertewandel an der Elbe war auf der 
Tagung Gegenstand mehrerer Referate. Immer stärker bestimmen 
Freizeitnutzungen die wirtschaftliche Entwicklung in der naturnahen 
Flussregion. Hierzu gehören auch Flusskreuzfahrten, deren Ansprüche 
und wirtschaftlichen Effekte analysiert wurden. 
"Regionalwirtschaftlich hat an der mittleren und oberen Elbe der 
Tourismus in seiner Bedeutung schon seit längerem die 
Güterschifffahrt abgelöst", so Prof. Harald Kächele, 
Bundesvorsitzender der DUH.
Zur "Neuentdeckung" avancierte anlässlich der Tagung die bislang 
viel zu wenig beachtete Elbe-Literatur. Neben einem Überblick zur 
vielfältigen literarischen Auseinandersetzung vieler Autoren mit dem 
Strom, rezitierte auch der bekannte Schriftsteller Thomas Rosenlöcher
aus seinem Werk "Dampfschiffnudeln". Das Projekt "Lebendige Elbe hat 
zum Ziel, die Menschen und Organisationen, die sich beidseits der 
Elbe und ihrer Nebenflüsse für eine lebendige Elbe einsetzen, 
zusammenzuführen und für diesen schönen Strom zu begeistern. Das 
Projekt besteht im Rahmen einer Umweltpartnerschaft zwischen der 
Deutschen Umwelthilfe und dem Verlagshaus Gruner + Jahr bereits seit 
1997. Eine weit über Deutschland hinaus große Bekanntheit errang das 
Projekt "Lebendige Elbe" vor allem durch die initiierten 
"Elbebadetage", an denen sich jeweils Tausende von Menschen sowohl in
Deutschland als auch in Tschechien beteiligten. Dr. Maria Hoffacker, 
Leiterin Public Affairs/Corporate Responsibility des Verlagshauses 
Gruner + Jahr: "Über die medienwirksamen Badetage hinaus möchten wir 
die Kommunikation und Zusammenarbeit entlang des Stromes künftig 
durch regelmäßig stattfindende Elbe-Foren weiter verbessern."
Förderer des Projektes "Lebendige Elbe" ist Unilever. Das 
ElbeForum in Dresden wurde unterstützt von der Sächsischen 
Landesstiftung Natur und Umwelt.
Für Rückfragen:
Dr. Maria Hoffacker
Leiterin Public Affairs/Corporate Responsibility, Gruner + Jahr AG & 
Co KG
Am Baumwall 11, 20459 Hamburg
Tel.: 040 3703-3030, Fax.: 040 3703-5688,  umweltreferat@guj.de
Dr. Frank Neuschulz
Leiter Naturschutz, Deutsche Umwelthilfe e.V.
Gartenstr. 7, 29475 Gorleben
Mobil: 0160 8950556, Fax.: 030 258986-19, E-Mail:  neuschulz@duh.de
Prof. Bernd von Droste zu Hülshoff
ehem. Direktor des Welterbezentrums und Berater der UNESCO
Mobil: +33 608 207531, Fax: +33 1 4602 0965, E-Mail:  
bvdzh@hotmail.com
Roberto Epple
Projektleiter Lebendige Elbe und Direktor des European Rivers Network
8, Rue Crozatier, F-43000 Le Puy
Tel.: ++33 608 62 12 67 ,  roberto.epple@rivernet.org

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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