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23.06.2004 – 16:30

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Saiga-Antilope darf nicht aussterben - 25 Jahre Bonner Konvention

    Radolfzell (ots)

Vor 25 Jahren wurde in Bonn das "Übereinkommen
zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten" beschlossen.
    
    Der Global Nature Fund (GNF) setzt sich im Rahmen der Konvention
für den Schutz der bedrohten Saiga-Antilope vor allem am Tengis See
in Kasachstan ein.
    
    Anlässlich des 25jährigen Jubiläums der Bonner Konvention ruft der
GNF zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Saiga-Antilope auf. Dabei
wird der GNF von namentlichen Unternehmen wie Unilever,
DaimlerChrysler und Lufthansa unterstützt. Die Saiga-Antilope ist in
den Steppen Zentralasiens durch zunehmende Lebensraumzerstörung und
gnadenlose Bejagung extrem gefährdet. Die Herdentiere legen auf der
Suche nach Nahrung weite Strecken zurück und brauchen daher zum
Überleben große ungestörte Lebensräume. An den Ufern des Tengis Sees
in Kasachstan sowie in China leben heute die letzten Exemplare. Vor
wenigen Jahren gab es noch Millionen von Saiga-Antilopen; jetzt droht
diese Art trotz Aufnahme in die internationale Rote Liste ganz zu
verschwinden.
    
    Deshalb setzt sich der GNF gemeinsam mit Naturschützern vor Ort
sowie dem NABU Deutschland dafür ein, den Tengis See als UNESCO
Weltnaturerbe auszuweisen. Erreicht der See den Status Weltnaturerbe,
wäre das eine einmalige Chance, die Antilopen und viele andere
bedrohte Arten zu schützen. Die internationale Aufmerk-samkeit für
den Tengis See würde zu einer Förderung von Ökotourismus-Projekten
führen sowie das Umweltbewusstsein und die Wertschätzung der Natur in
der einheimischen Bevölkerung stärken.
    
    Der Tengis See ist dreimal so groß wie der Bodensee und Teil des
weltweiten Living Lakes-Netzwerks, welches vom GNF koordiniert wird.
Mit seinen kasachischen Partnern engagiert sich der GNF seit Jahren
für die Erhaltung und den Schutz des Tengis Sees und für die
Verbesserung der Lebensbedingungen in dieser Region. Nach dem
Zusammenbruch der Sowjetunion verschlechterten sich die Bedingungen
in Kasachstan schlagartig; die Steppenbewohner waren gezwungen mit
der Jagd auf die Saiga-Antilopen ihren Nahrungsbedarf zu decken oder
das begehrte Fleisch zu verkaufen. Das Horn der männlichen Tiere ist
in der chinesischen Medizin sehr begehrt. Der GNF will den Menschen
am Tengis See Alternativen und sichere Einkommensquellen
ermöglichen. Eine fortschreitende intensive Bejagung würde für die
Saiga-Antilope das Aus bedeuten.
    
    Die Saiga-Antilope ist nur eine der bedrohten wandernden
Tierarten, die durch die Bonner Konvention geschützt werden sollen.
Wandernde Tierarten sind wegen ihrer unterschiedlichen
Lebensraumansprüche und Grenzüberschreitungen extrem durch den
Menschen bedroht. Im Rahmen der Bonner Konventionen werden konkrete
Maßnahmen zum Schutz dieser bedrohten Arten entwickelt und umgesetzt.
Die wandernden Tiere haben vielfältige Funktionen im Ökosystem und
sind ein wichtiger Indikator einer intakten Umwelt.
    
      
ots Originaltext: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen:

Global Nature Fund (GNF),
Fritz-Reichle-Ring 4,
D - 78315 Radolfzell,
Tel.: 0 77 32 - 99 95 - 80, Fax: - 88,
E-Mail: info@globalnature.org

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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