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Deutsche Umwelthilfe e.V.

Von Tschechien bis an die Nordsee eröffnen Zehntausende am Ersten Internationalen Elbe-Badetag das längste Freibad Europas

Hamburg (ots)

Mehr als 10.000 Menschen werden am kommenden
Sonntag, 14. Juli, in der Elbe baden, die vor wenigen Jahren noch als
der dreckigste Fluss Europas galt. Der Erste Internationale
Elbe-Badetag wurde von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und dem Druck-
und Verlagshaus Gruner + Jahr im Rahmen ihres Projektes "Lebendige
Elbe" initiiert. Das vor fünf Jahren gegründete Projekt hat sich eine
verstärkte Zusammenarbeit der über 400 an der Elbe aktiven
Organisationen zum Ziel gesetzt, um ein ganzheitliches Schutzkonzept
für den Fluss von der Quelle bis zur Mündung zu entwickeln und eine
nachhaltige Entwicklung der Elbregion zu fördern.
Seit der Wiedervereinigung wurden 100 Millionen Euro in die
Sanierung der Elbe investiert. So wurden alleine mehr als 200
Kläranlagen gebaut. Damit hat sich der ehemalige "Abwasserkanal"
wieder in einen Fluss gewandelt, in dem gebadet werden kann. Um dies
zu feiern, werden Menschen an über 50 Orten entlang des 1000 km
langen Flusses von Tschechien bis zur Nordsee am 14. Juli 2002 um
14.00 Uhr in der Elbe baden.
Der am Sonntag stattfindende Elbe-Badetag zeigt das Engagement und
die neue Begeisterung der Elbanwohner für ihren Fluss: über 50 lokale
Gruppen, Städte und Gemeinden haben eigene Bade- und Volksfeste
angekündigt (www.elbebadetag.de). Die Hamburger werden am Strand in
Wittenbergen feiern. Die begleitende Ausstellung "Mit  allen Wassern
gewaschen" im Foyer des Gruner + Jahr Pressehauses am Baumwall zeigt
die Geschichte der Elbe und der Badekultur.
Roberto Epple, Projektleiter "Lebendige Elbe", Deutsche
Umwelthilfe e.V.: "Die Menschen lebten mit dem Rücken zur Elbe. Zum
einen, weil sie verminte Grenze war, und zum anderen, weil sie stank
und unansehnlicher Schaum sie bedeckte. Heute entdecken die Menschen
ihren Fluss neu. Diese Rückeroberung ist ein erster wichtige Schritt
hin zu einer dauerhaft lebendigen Elbe im Rahmen einer nachhaltigen
Entwicklung."
Angelika Jahr, Gruner + Jahr Vorstandsmitglied: "Gruner + Jahr als
Verlag an der Elbe fühlt sich dem ehemaligen Grenzfluss besonders
verbunden. Mit dem Projekt "Lebendige Elbe" setzen wir das
Umweltengagement, das wir seit 1990 in unserem Druck- und Verlagshaus
praktizieren, auch extern  - sozusagen vor der Haustür - fort. Neben
der finanziellen Förderung bringen wir unser Kommunikations-Know-how
in dieses Projekt ein."
Prof. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der Deutschen Umwelthilfe
   e.V.:
"An der Elbe ist seit 1989 ein Wunder geschehen: Aus dem
schmutzigen, trennenden und gefährlichen Fluss ist ein Naturparadies
und eine internationale Kulturlandschaft mit Badewasserqualität
geworden. Wir von der Deutschen Umwelthilfe freuen uns gemeinsam mit
dem Verlagshaus Gruner + Jahr und zahlreichen Partnern auf den Ersten
Internationalen Elbe-Badetag. Unser Dank gilt allen, die daran
mitgearbeitet haben, das Wunder der Elbe Wirklichkeit werden zu
lassen. Möge sich die Elblandschaft als einzigartiger Lebensraum für
Mensch und Natur weiterentwickeln!"
Wasserqualität
Die Wassergütestelle Elbe prüft seit 1977 die Schadstoffbelastung
des Elbwassers und der Fische. Als Partner des Elbe-Badetages ist sie
kompetenter Ansprechpartner für die Entwicklung der
Gewässergütesituation. Obwohl sich die Wasserqualität der Elbe
insgesamt sehr verbessert hat, sind örtliche Probleme nach wie vor
vorhanden. Deshalb wurde vor dem Elbe-Badetag das Wasser noch einmal
unter die Lupe genommen. Gemäß der aktuellen Messdaten stellt die
Schadstoffbelastung der Elbe keine Gefahr für die Badenden dar. Die
Bewertung der bakteriologischen Befunde, die die Badehygiene
betreffen, obliegt den Gesundheitsämtern der Elbeanrainerländer. Die
vorliegenden lokalen Messdaten werden geprüft und aufgrund der
Ergebnisse wird aktuell entschieden, an welchen ausgewiesenen Stellen
das Baden empfohlen werden kann. Die lokalen Veranstalter werden
informieren und die Bevölkerung über mögliche Gefahren und Risiken
aufklären.
Sicherheit
Die größte Wasserrettungsorganisation der Welt, die Deutsche
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), hat sich für den ersten
Internationalen Elbe-Badetag als Partner zur Verfügung gestellt, um
mit ihren ehrenamtlichen Rettungskräften an den Veranstaltungsorten
für Sicherheit zu sorgen. Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und
Gruner + Jahr hat die DLRG ein Faltblatt mit wichtigen Regeln für das
Schwimmen in Flüssen herausgegeben. "Wir sind uns mit allen
Veranstaltern einig, dass die Sicherheit der vielen Tausend Schwimmer
an erster Stelle steht, damit das Bad in der Elbe am 14. Juli zu
einem ungetrübten Erlebnis wird", so DLRG-Vizepräsident Andreas
Fischer-Appelt.
Medienpartner
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) in Kooperation mit dem MDR ist
Medienpartner des Elbe-Badetages und begleitet die Aktion mit
zahlreichen Sondersendungen in Fernsehen und Hörfunk. Hierbei handelt
es sich für den NDR um eine der größten Gemeinschaftsaktionen in
seiner Geschichte. Fast alle Programme in den vier
Staatsvertragsländern des NDR begleiten und unterstützen den
Elbe-Badetag. So zeigt zum Beispiel das NDR Fernsehen in der
"Elbe-Nacht" viele interessante Berichte, Features und Reportagen
rund um die 1000 Kilometer Fluss zwischen Cuxhaven, Hamburg, Dresden
und Jaromer in Tschechien. Die Radioprogramme des NDR sorgen für
aktuelle Informationen und schalten live zu verschiedenen
Aktionsstätten im Sendegebiet. Außerdem gibt es für die Besucher am
14. Juli an den vier Aktionsorten entlang der Elbe ein kurzweiliges,
unterhaltsames und informatives Bühnenprogramm des NDR mit bekannten
Moderatoren. "Alle vier NDR-Länder liegen an der Elbe - schon deshalb
fiel es uns leicht, ja zu sagen, als uns die Medienpartnerschaft des
Ersten Internationalen Elbe-Badetags angetragen wurde. Zugesagt haben
wir aber auch, weil uns die Idee hinter diesem großen Ereignis sofort
überzeugt hat: Die Elbe soll wieder ein lebendiger Fluss werden!", so
Prof. Jobst Plog, NDR-Intendant. Der NDR präsentiert alle Facetten
des Elbebadetages auch im Internet:
http://www.ndr.de/ndr/special/elbebadetag/index.html. Die Seite ist
über www.ndr.de erreichbar.
Gemeinschaftsaktion in Hamburg
Für die Gestaltung des Festes in Hamburg konnten die Veranstalter
Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr eine ungewöhnlich breite
Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hamburg, Umwelt- und gemeinnützigen
Organisationen sowie Wirtschaft und Medien organisieren. Hamburgs
Bürgermeister Ole von Beust hat die Schirmherrschaft für den Ersten
Elbe-Badetag in Hamburg übernommen. Das Fest wird von der Hamburger
Behörde für Umwelt und Gesundheit, der Hamburger Stadtentwässerung
(HSE), der Wassergütestelle Elbe, der Deutschen
Lebens-Rettungs-Gesellschaft, von Lever Fabergé, der Norddeutschen
Affinerie, und natürlich von den Organisatoren Deutsche Umwelthilfe
und Gruner + Jahr unterstützt. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist in
Hamburg-Wittenbergen mit einer Bühne präsent und wird live vom
Elbe-Badetag berichten sowie zu anderen Badeorten schalten. Aufgrund
der besonderen Situation der Hafenstadt Hamburg und des
Schiffsverkehrs wird in Hamburg ein historischer Badeakt die
Versöhnung mit dem Fluss symbolisieren. Das Baden in der Elbe kann
wegen des Schiffverkehrs und der Strömungen gerade an Hamburgs
Stränden gefährlich sein. Die Besucher des Elbe-Badetages sind daher
aufgefordert, sich vor Ort am Stand der DLRG zu informieren und die
Sicherheitshinweise zu beachten.
Peter Rehaag, Hamburger Senator für Umwelt und Gesundheit: "Die
Sanierung der Elbe hat sich gelohnt. Hamburg hat sich dafür bis nach
Tschechien engagiert. Die Elbe ist heute auf dem besten Wege, an
vielen Stellen wieder zu einem natürlich fließenden Strom zu werden.
Der Elbe-Badetag ist ein hervorragender Anlass, die enormen Erfolge
dabei ins Bewusstsein zu bringen und gebührend zu feiern."
"Unter hygienischen Aspekten ist das Baden in der Elbe bei
Trockenwetter unproblematisch", sagt Rainer Funke, Technischer
Geschäftsführer der Hamburger Stadtentwässerung (HSE). "Allerdings
darf man nicht vergessen, dass die Elbe eine internationale
Seewasserstraße ist. Deshalb sollte nur innerhalb der für den
Elbe-Badetag ausgewiesenen Badeplätze in die Elbe gegangen werden",
fügt der begeisterte Segler hinzu. "Wer sich an diese Regel hält,
kann ohne Angst um seine Gesundheit am Elbe-Badetag das erfrischende
Bad in der Elbe suchen." Und weil das nicht zuletzt dem
Elbe-Entlastungsprogramm der HSE zu verdanken ist, unterstützt die
HSE den Elbe-Badetag. "Wir haben gute Arbeit geleistet und die
möchten wir den Hamburgerinnen und Hamburgern auch zeigen."
Dr. Werner Marnette, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen
Affinerie (NA): "Stetiger und konsequenter Umweltschutz ist für die
NA integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Wir haben in
der Vergangenheit hohe Investitionen in den Bereich Umweltschutz
getätigt und den Einsatz moderner und effizienter Technologien
vorangetrieben. Das betrifft auch den Gewässerschutz. Mit ihren
Investitionen hat die NA damit auch einen wichtigen Beitrag zur
Reinhaltung der Elbe geleistet."
Arne Kirchem, Mitglied der Geschäftsführung Lever Fabergé: "Für
Lever Fabergé, als Hersteller von Wasch-, Putz-, Reinigungsmitteln
und Körperpflegeprodukten, ist der Einsatz für den Erhalt und die
Verbesserung der Wasserqualität sehr wichtig. Wir benötigen Wasser
zur Herstellung unserer Produkte, und der Verbraucher braucht Wasser
für deren Anwendung. Wir unterstützen die Deutsche Umwelthilfe
bereits seit vielen Jahren bei ihren Projekten zum Schutz der
Gewässer und seit Beginn diesen Jahres engagieren wir uns auch beim
Projekt "Lebendige Elbe". Als Unternehmen mit Sitz in Hamburg liegt
uns die Elbe besonders am Herzen. Wir freuen uns, unser Engagement
und die Erfolge der Deutschen Umwelthilfe beim Elbe-Badetag gemeinsam
mit der Bevölkerung feiern zu können."
Manfred Braasch, Geschäftsführer des Bundes für Umwelt- und
Naturschutz: "Die Elbe hat sich insgesamt hervorragend entwickelt -
ein im wahrsten Sinne des Wortes "klarer" Beleg dafür, dass sich
Umweltschutz lohnt und den Menschen Lebensqualität zurückbringen
kann. Große Sorgen machen dem BUND aber weiterhin die geplanten
Vertiefungen und Strombaumaßnahmen. Wenn die positive ökologische
Entwicklung auch zwischen Hamburg und Cuxhaven weitergehen soll,
müssen Politik und Hafenwirtschaft von einer weiteren Elbvertiefung
Abstand nehmen."
"Mit allen Wassern gewaschen"
... unter diesem Titel zeigt das Verlagshaus Gruner + Jahr eine
Ausstellung zum Ersten Internationalen Elbe-Badetag im Foyer des
Pressehauses, Am Baumwall 11, in Hamburg. Sandsäcke, Rettungsringe
und blaues Wellenambiente verwandeln den Raum in eine Wasserwelt. In
einer Zeitreise wird die Historie des Badens am Elbstrom, die
Entwicklung der Wasserqualität von 1900 bis heute und die Rückkehr
der Fische in den Fluss dokumentiert. Die Ausstellung ist vom 12.
Juli bis 11. August 2002 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr und
mittwochs von 10.00 bis  20.00 Uhr zu sehen.
Die Deutsche Umwelthilfe und Gruner + Jahr möchten sich schon
jetzt bei allen Partnern des größten Badefestes Europas für ihr
Engagement bedanken.
Ansprechpartner:
Roberto Epple
Projektleiter "Lebendige Elbe"
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Tel.: 07732 / 9995-0
Handy: 0171 / 7532414
Handy: 0033 / 608 62 12 67
E-Mail:  roberto.epple@ern.org
Dr. Maria Hoffacker
Gruner + Jahr AG & Co
Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte
Tel.: 040 / 3703-3878
Fax: 040 / 3703-5688
E-Mail:  hoffacker.maria@guj.de
Für Rückfragen zu Ablauf und Organisation des Elbe-Badetags:
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Agnes Sauter
Tel.: 07732 / 9995-11
Fax: 07732 / 9995-77
E-Mail:  sauter@duh.de
Für Rückfragen zur Ausstellung: 
Ulrike Klug / Dr. Maria Hoffacker
Gruner + Jahr AG & Co
Öffentlichkeitsarbeit + Unternehmenskontakte
Tel.: 040 / 3703-3882 bzw. 040 / 3703-3878
Für Rückfragen zur Wasserqualität der Elbe:
Prof. Dr. Heinrich Reincke
Wassergütestelle Elbe
Tel.: 040 / 428 54-7773
E-Mail:  heinrich.reincke@arge-elbe.de
Für Rückfragen zur Sicherheit:
Martin Janssen
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Tel.: 05723 / 955441
Fax: 05723 / 955549
E-Mail:  martin.janssen@bgst.dlrg.de
Für Rückfragen zum Programm des NDR:
Carolin Cords
Norddeutscher Rundfunk
NDR Pressestelle
Tel.: 040 / 4156-2311
Fax: 040 / 4156-2199
E-Mail:  c.cords.fm@ndr.de
Behörde für Umwelt und Gesundheit
Pressestelle Umwelt
Volker Dumann
Tel.: 040 / 42845-3249
Fax: 040 / 42834-3284, 
E-Mail:  Pressestelle@bug.hamburg
Hamburger Stadtentwässerung (HSE)
Matthias Sobottka
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Banksstraße 4-6
20097 Hamburg
Tel.: 040 / 34 98 - 50 33
Fax: 040 / 34 98 - 50 59
E-Mail:  matthias.sobottka@hhse.de
Lever Fabergé GmbH
Katja Praefke
Public Relations
Hamburger Str. 23
Tel.: 040 / 22 66 9-612
Fax: 040 / 22 66 9-789
E-Mail:  katja.praefke@unilever.com
Norddeutsche Affinerie:
Simone Tasche 
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit 
Hovestraße 50 
20539 Hamburg 
Tel.: 040 / 7883 - 3224 
Fax: 040 / 7883 - 3003 
E-Mail:  s.tasche@na-ag.com

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