Alle Storys
Folgen
Keine Story von Kinderschutz-Zentren mehr verpassen.

Kinderschutz-Zentren

6. Kinderschutzforum: Gefahr von Kindeswohlgefährdung steigt

Köln (ots)

Armut, Selbstwertverlust, psychische Erkrankungen und
Depression der Eltern belasten das Aufwachsen der Kinder.
Gründe sind, dass immer mehr Familien in Armutsverhältnisse
absteigen. Nicht nur Geldsorgen, sondern das Gefühl, keinen Platz in
dieser Gesellschaft zu haben, führen zu innerem Rückzug, zu Krisen
und Erkrankungen, zu Isolation und Resignation.
Nur knapp 60 % der Bevölkerung im Alter bis zu 30 Jahren leben in
sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen. Fast 54% der
Facharbeiterfamilien mit drei und mehr Kindern dagegen in prekären
und von extremer Armut gekennzeichneten Lebensverhältnissen.
Die Risikokonstellation für Kindesvernachlässigung wird drastisch
steigen. Sozialer Abstieg bedeutet u.a. Verlust von Selbstvertrauen
und Verantwortungsbewusstsein. Die Konsequenzen sind Resignation und
Versagen, das sich negativ auf die Handlungs- und Erziehungskompetenz
vieler Eltern auswirkt.
Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen:
Von 1999-2004 ist die Rate der Familien, die eine
   sozialpädagogische Familienhilfe in Anspruch genommen haben, 
   um 61 % (27413 Familien) gestiegen.
Im genannten Zeitraum gab es einen Anstieg bei:
   Überschuldung                           plus 32%
   Wohnungsprobleme                        plus 50%
   Entwicklungsauffälligkeiten der Kinder  plus 63%
   Vernachlässigung                        plus 64% 
   Erziehungsschwierigkeiten               plus 69%
Hinter jeder dieser Zahlen verbergen sich dramatische
   Einzelschicksale von Kindern.
Die Kinderschutz-Zentren fordern für die Arbeit mit hoch 
   belasteten Familien:
  • Die Qualifizierung aller pädagogischen Mitarbeiter in Fragen des Schutzauftrages entsprechend dem neuen § 8a im Kinder- und Jugendhilfegesetzes
  • Den Ausbau von frühen Hilfen, um Eltern in Risikosituationen frühzeitig und vertrauensvoll zu erreichen
  • Eine Vernetzung zwischen Familien- und Jugendhilfe, Gesundheits- und Bildungssystem und die Entwicklung interdisziplinärer Handlungskonzepte
Mit dem Kinderschutzforum - finanziert vom Bundesjugendministerium
und dem Ministerium für Generationen des Landes NRW-  leisten Die
Kinderschutz-Zentren einen fachpolitischen Beitrag.
Weitere Informationen zum 6. Kinderschutzforum finden Sie unter
www.kinderschutzforum.org.

Pressekontakt:

Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer

Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln

Tel.: 0221-56975-3
Fax: 0221-56975-50
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Internet: www.kinderschutz-zentren.org

Original-Content von: Kinderschutz-Zentren, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Kinderschutz-Zentren
Weitere Storys: Kinderschutz-Zentren
  • 17.02.2006 – 11:00

    Fachleute aus Jugendhilfe und Kinderschutz melden sich zu Wort

    Köln (ots) - Auf dem Kinderschutzkongress in Hamburg am 16. und 17.02.06 mit mehr als vierhundert Fachleuten wollen Die Kinderschutz-Zentren fachpolitische Leitlinien für den Schutz von Kindern erarbeiten. Dabei stehen Konzepte gegen Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern im Vordergrund. Besonders diese Fälle haben in den letzten Monaten in Politik und Öffentlichkeit zu heftigen Reaktionen geführt. ...

  • 22.09.2004 – 14:26

    Kinder werden allein gelassen

    Köln (ots) - 5. Kinderschutzforum 2004 RisikoKindheit: Meine Eltern sind anders Eltern mit psychischen Störungen und die Betroffenheit von Kindern 22.-24.09.2004 Universität zu Köln Unterstützt durch: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen. Vom 22.-24.09. findet das 5. Kinderschutzforum in den Räumen der Universität zu ...