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13.09.2006 – 13:00

Kinderschutz-Zentren

6. Kinderschutzforum: Gefahr von Kindeswohlgefährdung steigt

    Köln (ots)

Armut, Selbstwertverlust, psychische Erkrankungen und Depression der Eltern belasten das Aufwachsen der Kinder.

    Gründe sind, dass immer mehr Familien in Armutsverhältnisse absteigen. Nicht nur Geldsorgen, sondern das Gefühl, keinen Platz in dieser Gesellschaft zu haben, führen zu innerem Rückzug, zu Krisen und Erkrankungen, zu Isolation und Resignation.

    Nur knapp 60 % der Bevölkerung im Alter bis zu 30 Jahren leben in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen. Fast 54% der Facharbeiterfamilien mit drei und mehr Kindern dagegen in prekären und von extremer Armut gekennzeichneten Lebensverhältnissen.

    Die Risikokonstellation für Kindesvernachlässigung wird drastisch steigen. Sozialer Abstieg bedeutet u.a. Verlust von Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein. Die Konsequenzen sind Resignation und Versagen, das sich negativ auf die Handlungs- und Erziehungskompetenz vieler Eltern auswirkt.

    Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen:

    Von 1999-2004 ist die Rate der Familien, die eine     sozialpädagogische Familienhilfe in Anspruch genommen haben,     um 61 % (27413 Familien) gestiegen.

    Im genannten Zeitraum gab es einen Anstieg bei:
    Überschuldung                                          plus 32%
    Wohnungsprobleme                                      plus 50%
    Entwicklungsauffälligkeiten der Kinder  plus 63%
    Vernachlässigung                                      plus 64%
    Erziehungsschwierigkeiten                        plus 69%

    Hinter jeder dieser Zahlen verbergen sich dramatische     Einzelschicksale von Kindern.

    Die Kinderschutz-Zentren fordern für die Arbeit mit hoch     belasteten Familien:

    - Die Qualifizierung aller pädagogischen Mitarbeiter in Fragen des
        Schutzauftrages entsprechend dem neuen § 8a im Kinder- und
        Jugendhilfegesetzes

    - Den Ausbau von frühen Hilfen, um Eltern in Risikosituationen
        frühzeitig und vertrauensvoll zu erreichen

    - Eine Vernetzung zwischen Familien- und Jugendhilfe, Gesundheits-
        und Bildungssystem und die Entwicklung interdisziplinärer
        Handlungskonzepte

    Mit dem Kinderschutzforum - finanziert vom Bundesjugendministerium und dem Ministerium für Generationen des Landes NRW-  leisten Die Kinderschutz-Zentren einen fachpolitischen Beitrag.

    Weitere Informationen zum 6. Kinderschutzforum finden Sie unter     www.kinderschutzforum.org.

Pressekontakt:
Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer

Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln

Tel.: 0221-56975-3
Fax: 0221-56975-50
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Internet: www.kinderschutz-zentren.org

Original-Content von: Kinderschutz-Zentren, übermittelt durch news aktuell

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