Global Nature Fund

Vier neue Seen Mitglieder im Living Lakes Netzwerk
Mexikos größter See vom Austrocknen bedroht

    Radolfzell (ots) - Auf der 7. Living Lakes Konferenz, die im
Rahmen des heute endenden Weltgipfels in Johannesburg stattfand,
wurden vier neue Seen in das weltweite Living Lakes Netzwerk
aufgenommen. Das Netzwerk wird von der internationalen Stiftung
Global Nature Fund mit Sitz in Deutschland koordiniert und fördert
weltweit den Schutz von Seen und Feuchtgebieten.
    
    Unter den vier neuen Seen im Netzwerk befinden sich so prominente
Vertreter wie der größte See Afrikas, der Victoriasee, der an die
Länder Kenya, Tansania und Uganda grenzt. Die größten Probleme am
Victoriasee entstehen durch eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten,
wie den räuberischen Nilhecht oder die Wasserhyazinthe, die heimische
Arten verdrängen oder ausrotten und damit die Lebensgrundlage der
ohnehin schon sehr armen Landbevölkerung massiv bedrohen. Ähnliche
Problemstellungen gibt es auch am zweiten neuen Partnersee, dem
Poyang-hu, dem größten See Chinas. Hier leidet die Bevölkerung
außerdem unter den katastrophale Überschwemmungs- und
Erosionsproblemen. Ziel des Living Lakes Netzwerkes ist unter
anderem, gemeinsame Projekte zu starten und von voneinander zu
lernen.
    
    Massiv vom Austrocknen bedroht ist der dritte neue Partnersee,
Lake Chapala, größter See Mexikos. Für landwirtschaftliche
Bewässerung und die Metropolen Guadalajara und Mexiko-City wird dem
See immer mehr Wasser aus den Zuläufen abgezogen. Hier ist sofortige
Hilfe erforderlich, um dieses einzigartige Naturparadies in Mexiko zu
erhalten. Das Living Lakes Netzwerk kann hierzu erfolgreiche Lösungen
bieten, zum Beispiel Erfahrungen vom kalifornischen Mono Lake.
    
    Der vierte neue Partnersee liegt in Estland - um genau zu sein,
sind es sogar zwei Seen, die über ein Flusssystem miteinander
verbunden sind, der Vörtsjärv und der Peipsi. Wie bei vielen anderen
Seen Europas liegt das Problem auch hier in der Anreicherung mit
Nährstoffen und den damit verbundenen Problemen für die Biologie des
Gewässers und aller dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten.
    
    Das Living Lakes Netzwerk besteht derzeit aus mehr als 30
Partnerorganisationen an 23 Seen weltweit. Das gemeinsame Ziel der
Partnerorganisationen sind nachhaltige Entwicklung und Umsetzung der
Agenda 21 in Seenregionen. Unterstützt wird das Netzwerk von weltweit
tätigen Unternehmen wie Unilever, Daimler Chrysler und der Deutschen
Lufthansa.
    
    
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Stefan Hörmann;
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