Plan International Deutschland e.V.

AIDS on Stage - Jugendliche inszenieren Mankell
Preisverleihung und Aufführungen mit Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Marie-Luise Marjan

    Berlin/Hamburg (ots) - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender von Plan International Deutschland, und Schauspielerin Marie-Luise Marjan, Kuratoriumsmitglied des Kinderhilfswerks, zeichnen heute die drei Preisträger von "AIDS on Stage - Jugendliche inszenieren Mankell" im Berliner Maxim-Gorki-Theater aus. Die Gewinner des Schulwettbewerbs, der von Plan International mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums initiiert wurde, kommen aus Wolfsburg, Neu Wulmstorf und Köln. Sie hatten auf der Grundlage des Buches "Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt" von Henning Mankell die besten Theaterstücke zum Thema AIDS entwickelt und präsentieren sie heute auf der Bühne des Berliner Staatstheaters. Der schwedische Autor und Ministerin Ulla Schmidt hatten die Schirmherrschaft für den Plan-Schulwettbewerb übernommen.

    Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist beeindruckt von der Kreativität der Schülerinnen und Schüler: "Die Beiträge des Wettbewerbs zeigen, wie intensiv sich die Jugendlichen mit HIV und AIDS beschäftigt haben. Das ist wichtig und notwendig. Nur wenn wir offen über die Krankheit und ihre Ansteckungswege sprechen, ler-nen junge Menschen, sich vor der Immunschwäche zu schützen. Trotz guter Prävention gehen leider viele Men-schen immer noch zu sorglos mit der Gefahr einer HIV-Infektion um. Der jüngste Anstieg an Neuinfektionen in Deutschland verdeutlicht dies. Wir alle dürfen in unserem Schutzverhalten nicht nachlassen. AIDS ist nach wie vor tödlich."

    Bestsellerautor Henning Mankell: "Ich freue mich sehr, dass so viele Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb "AIDS on Stage" teilgenommen haben. Sie haben starkes Interesse am Thema bewiesen und auf die Situation der von AIDS Betroffenen in Afrika aufmerksam gemacht. Das ist das, was ich mit meinem Buch wirklich erreichen wollte: Junge Menschen engagieren sich und bewegen etwas. Allen Teilnehmern gilt mein Dank für ihre eingereichten Stücke."

    Plan-Vorstand Dr. Werner Bauch fordert, sich für die von AIDS betroffenen Kinder zu engagieren: "Täglich sterben 14.000 Menschen an AIDS, etwa alle sechs Sekunden ein Mensch. Zwei Drittel aller mit HIV Infizierten leben im südlichen Afrika. Dort gibt es heute schon mehr als zwölf Millionen Mädchen und Jungen, die keine Eltern mehr haben. Diese Entwicklung müssen wir unbedingt stoppen. Plan International setzt in seinen Projekten auf Prävention und unterstützt die Menschen dabei, sich vor der Immunschwächekrankheit zu schützen. Hilfsprogramme von Plan garantieren Aidswaisen eine medizinische Versorgung, Bildung und rechtlichen Schutz."

    99 Schülergruppen aus ganz Deutschland hatten ihren Wettbewerbsbeitrag bei Plan eingereicht. Sieger sind die Theatergruppen der folgenden Schulen:

    Platz 1: Ratsgymnasium Wolfsburg mit "Positiv leben"     Platz 2: Gymnasium Neu Wulmstorfmit "Deadline"     Platz 3: Gesamtschule Holweide in Köln mit "Einfach nur leben!"

    Der Jury, zu der die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, der Intendant des Kieler Schauspielhauses Daniel Karasek, die Chefdramaturgin des Maxim-Gorki-Theaters Annette Reber, die Regisseurin Julia Hölscher und Plan-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Bauch gehörten, fiel die Entscheidung angesichts der Vielzahl der Einsendungen nicht leicht. Die Preisträger überzeugten die Juroren schließlich mit informativen und besonders fantasievollen Stücken. Auch der Umgang mit Bühnenmitteln wie Licht und Musik ist ihnen gut gelungen.

    Mankell schrieb sein Buch nach dem Besuch eines AIDS-Projekts von Plan International in Uganda. Das Kinderhilfswerk unterstützt dort AIDS-Kranke dabei, Memory Books für ihre Kinder zu verfassen. In diesen Erinnerungsbüchern halten Eltern die wichtigsten Ereignisse ihres Lebens und ihre Wünsche für die Zukunft fest. Plan International führt seit vielen Jahren Projekte zur Unterstützung der von HIV/AIDS betroffenen Kinder und ihrer Familien in Afrika, Lateinamerika und Asien durch.

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