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BAVC-Bruderhilfe e.V. Automobil- und Verkehrssicherheitsclub

100 Jahre BAVC-Bruderhilfe e.V.
Was der Automobilclub erfolgreich anders macht
Ein Interview mit der bisherigen und der künftigen Geschäftsführerin

100 Jahre BAVC-Bruderhilfe e.V. / Was der Automobilclub erfolgreich anders macht / Ein Interview mit der bisherigen und der künftigen Geschäftsführerin
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Kassel (ots)

Am 2. Juni 1926 wurde der heutige BAVC-Bruderhilfe e.V. als Verein Auto fahrender Pfarrer in Greiz gegründet, im Dritten Reich aufgelöst und 1950 wieder gegründet. Seit 2001 steht der BAVC als Automobilclub allen Menschen offen. Als attraktive Alternative zum Branchenprimus etabliert, von Vergleichsportalen und Verbrauchermagazinen vielfach ausgezeichnet, vertrauen dem BAVC inzwischen 40.000 Mitglieder im Alltag und auf Reisen. Vom Selbstverständnis her weniger Lobbyist der Autofahrer als vielmehr fahrzeugübergreifender Mobilitätspartner für Menschen unterwegs, tritt der Club für ein faires und rücksichtsvolles mobiles Miteinander ein.

2026 markiert beim BAVC-Bruderhilfe e.V. auch einen personellen Übergang: Katrin Sießl, seit 2005 geschäftsführender Vorstand, wechselt ins Kuratorium und übergibt das Amt an Britta Hensmanns. Seit drei Jahren sind beide als Tandem in der Geschäftsführung des BAVC tätig. Ein passender Moment, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen - über Erreichtes, über Werte und über die Frage, was den Club auch in Zukunft erfolgreich macht.

Redaktion: Frau Sießl, wenn Sie auf Ihre Zeit als Vorstand zurückschauen: Was war für Sie der prägendste Moment?

Katrin Sießl: Mit Rangfolgen tue ich mich immer etwas schwer. Spontan denke ich an meinen Einstieg beim BAVC und an die Neuausrichtung des Clubs. Das Angebot wurde erweitert und konsequent am Marktführer ausgerichtet - mit dem Ziel, immer in einigen Details besser zu sein.

Redaktion: Und welche Herausforderung hat Sie dabei am meisten gefordert?

Katrin Sießl: Als die langjährige und erfolgreiche Kooperation mit den Versicherern im Raum der Kirchen einseitig beendet wurde. Von einem Tag auf den anderen galt es, neue Vertriebswege zu finden. Sich als Partner für Versicherungsmakler/-vermittler zu etablieren, war sicher eine der größten Herausforderungen.

Redaktion: Was hat Sie über die Jahre hinweg besonders motiviert, sich für den BAVC und seine Mitglieder einzusetzen?

Katrin Sießl: In Zeiten von Fusionen und Großkonzernen zu zeigen, dass ein kleiner Anbieter seinen Platz behaupten und mit Nähe zu seinen Mitgliedern und Partnern punkten kann. Das ist wohl einfach "mein Ding".

Redaktion: Wenn man über viele Jahre Verantwortung trägt, erlebt man auch Veränderungen sehr intensiv. Wie hat sich die Arbeit eines Automobil- und Verkehrssicherheitsclubs in Ihrer Amtszeit gewandelt?

Katrin Sießl: Die Aufgaben und der Serviceumfang haben sich enorm erweitert. Auch die Entwicklung des Internetangebotes fällt in diese Zeit. Der BAVC ist zum Mobilitäts- und Reisebegleiter geworden - und das fahrzeugübergreifend. Nicht nur für den Pkw dürfen unsere Mitglieder umfassende Pannenhilfe erwarten. Auch für Motorräder und Wohnmobile sowie - was immer wichtiger wird - für Fahrräder und E-Bikes. Darüber hinaus werden Hilfen bei Krankheit, Unfall oder sonstigen Notfällen auf Reisen mit oder ohne Fahrzeug organisiert.

Redaktion: Worauf blicken Sie dabei mit besonderem Stolz zurück?

Katrin Sießl: Vor etwa 15 Jahren schilderte uns ein Rollstuhlfahrer seine Erfahrung mit einer Panne seines für ihn umgebauten Pkw. Sein Automobilclub konnte nicht adäquat helfen, und wir haben uns gefragt, wie ein guter Service für Fahrer mit Mobilitätseinschränkung aussehen müsste. So entstanden die besonderen Leistungen für Mitglieder mit Handicap, die ein umgerüstetes Fahrzeug oder einen Elektrorollstuhl nutzen. Dass sich hier alle Partner einbringen und ein kleiner Automobilclub wie der BAVC dies schaffte, freut mich heute noch.

Redaktion: Frau Hensmanns, was reizt eine Wirtschaftsanglistin an der Geschäftsführung eines Automobilclubs?

Britta Hensmanns: Mich reizt es, Innovationen und sich verändernde Mobilität mit dem seit Jahren gepflegten Wertekompass des BAVC zu verbinden und dabei den Blick auf das Miteinander nicht zu verlieren. Beeindruckt hat mich, dass ein vergleichsweise kleiner Club sich in seinen Leistungen mit den Großen der Branche messen kann. Auch, wie sehr unsere Mitglieder den persönlichen Kontakt schätzen und uns als Ratgeber empfinden.

Redaktion: Welche Themen werden die kommenden Jahren prägen?

Britta Hensmanns: Das sich rasch wandelnde Mobilitäts- und Reiseverhalten bietet auch Möglichkeiten für neue Mitgliedervorteile. Ebenso ist die Weiterentwicklung der Absicherung von Menschen mit Handicap ein Thema. Potenzial birgt auch die künftige Ausgestaltung der Fahrrad- und E-Bike-Pannenhilfe. Auf der Straße, aber auch im Büroalltag und in der Kommunikation mit unseren Mitgliedern gilt es, die Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse mit Augenmaß voranzutreiben. Immer mit dem Fokus darauf, dass wir der Automobilclub mit persönlichem Ansprechpartner sind. Digitalisierung sollte immer das Ziel haben, den Menschen zu dienen, nicht umgekehrt.

Redaktion: Welche Rolle spielen für Sie dabei Service, Gemeinschaft und Verkehrssicherheit?

Britta Hensmanns: Als Partner für Menschen unterwegs liegt uns die Verkehrssicherheit sehr am Herzen. Wir sind Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat und unterstützen die Kampagnen "Mehr Achtung" und "Runter vom Gas". Wir wollen dazu beitragen, die Unfallopferzahlen auf null zu senken und treten für ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr ein. Als Automobilclub mit langer Tradition ist ein faires mobiles Miteinander unser Leitmotiv.

Redaktion: Was bedeutet Ihnen das Jubiläum?

Katrin Sießl: Der Gründungsgedanke "Einer trage des anderen Last." bleibt auch in Zeiten rapiden gesellschaftlichen Wandels ein tragfähiges Gerüst.

Britta Hensmanns: Es stärkt das Vertrauen in ein seit 100 Jahren gewachsenes Gemeinwesen. Ein solches Jubiläum macht einfach Mut - zur Beständigkeit und zur Veränderung.

Der BAVC auf einen Blick:

Leistungen:

  • Europaweite Pannenhilfe für Fahrzeuge aller Art (u.a. für Pkw, Motorräder, Fahrräder, Pedelec, Wohnmobile, Elektrorollstühle)
  • Schutz auf Reisen europa-/weltweit (u.a. Krankenrücktransport, Suchen, Retten, Bergen von Personen, Rückreise im Krankheitsfall)
  • Beihilfen (u.a. Tierkollision, Glasbruch- und Motorschaden), Sonderkonditionen und Services

Produkte:

  • 3 Mobilschutzpakete: BASIS, EURO und WELT
  • 12 Tarife (BASIS-Tarif für Fahranfänger ein Jahr kostenlos

Besonderheiten:

  • Europaweite Fahrrad-/Pedelec-Pannenhilfe mit allen Leistungen einer Kfz-Pannenhilf
  • Barrierefreie Pannenhilfe für Menschen mit Handicap und deren Fahrzeuge (deutschlandweit)
  • Weitgefasste Familiendefinition mit Schutz auch auf getrennten Reisen
  • Weitgefasste Definition geschützter Fahrzeuge (u.a. Wohnmobile bis 4 t und Lkw in privater Nutzung, bis 3,5 t)
  • Nach Dauer der Mitgliedschaft gestaffelte erhöhte Beihilfen (Treuebonus), bereits ab 5 Jahren Mitgliedschaft

Mitglieder: 40.000

Serviceflotte:

  • In Deutschland: Silberne Engel (ca. 2.000 Einsatzfahrzeuge
  • Außerhalb Deutschlands: Fahrzeugflotten der jeweiligen Service-Partner

Unternehmenswebsite: www.bavc-automobilclub.de

Bildmaterial zum Download: https://app.pikd.io/share/131-bavc-bruderhilfe-e-v

Bilduntererschrift:

Die neue und die scheidende Geschäftsführerin des BAVC-Bruderhilfe e.V.: Britta Hensmanns (li), Katrin Sießl (re)

Bildnachweis: Sascha Mannel

Pressekontakt:

PEAK.B Agentur für Kommunikation GmbH
Stephan Braun
braun@peak-agentur.de
Tel. 07071 85 95-640

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