Das Relationship Jonathan Makkonen und Janine Förster Coaching GbR
Paarberatung erst kurz vor der Trennung: Warum viele Paare zu lange warten – Jonathan Makkonen und Janine Förster von Das Relationship klären auf
Aßlar (ots)
Wiederkehrende Konflikte, weniger Nähe und kaum noch gemeinsame Zeit: Viele Beziehungen geraten nicht plötzlich in eine Krise, sondern verändern sich schleichend. Trotzdem wird professionelle Unterstützung häufig erst dann zum Thema, wenn die Trennung bereits im Raum steht. Woran Paare erkennen können, dass es Zeit ist, zu handeln und welche Rolle Paarberatung dabei spielen kann, erfahren Sie hier.
Viele Paare wünschen sich Nähe und gegenseitiges Verständnis, doch im Alltag geraten diese Bedürfnisse schnell hinter Beruf, Kinder und andere Verpflichtungen. Gespräche über die Beziehung werden seltener, während ungelöste Konflikte wiederkehren. Manche Partner reagieren mit Vorwürfen, andere ziehen sich zurück oder vermeiden Auseinandersetzungen. Scheitern mehrere Gesprächsversuche, entsteht irgendwann der Eindruck, dass Reden ohnehin nichts mehr verändert. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, nach der nächsten stressigen Phase werde es von selbst wieder leichter. „Wenn Paare erst Unterstützung suchen, wenn einer innerlich schon weitgehend ausgestiegen ist, sind häufig nicht mehr nur einzelne Konflikte das Problem. Dann haben sich oft bereits Resignation und emotionale Distanz aufgebaut“, erklärt Jonathan Makkonen von Das Relationship.
„Je früher Paare erkennen, dass sie bestimmte Konflikte allein nicht mehr auflösen können, desto mehr Raum bleibt, gemeinsam an diesen Mustern zu arbeiten“, ergänzt Janine Förster. Gemeinsam mit Jonathan Makkonen gründete die Sozialpädagogin 2019 Das Relationship. Janine Förster verfügt über mehr als 24 Jahre Berufserfahrung und Qualifikationen in systemischer Therapie und Kinder- und Jugendtherapie, Jonathan Makkonen über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in Jugendhilfe und Familienarbeit. Kennengelernt haben sich beide in der Jugendhilfe, wo sie mit Familien arbeiteten, deren Probleme teilweise bereits erheblich eskaliert waren. Daraus entstand die Idee, dieses Wissen früher zugänglich zu machen und Paare dabei zu unterstützen, schwierige Gespräche zu führen und wiederkehrende Konflikte besser zu bewältigen.
Paarberatung beginnt nicht erst mit dem Gedanken an eine Trennung
Oft merkt ein Partner früher als der andere, dass sich etwas verändert hat. Während der eine bereits unter wiederkehrenden Konflikten oder zunehmender Distanz leidet, hofft der andere noch, dass sich die schwierige Phase wieder legt. Entsprechend lange warten viele Paare, bevor sie Unterstützung suchen. Jonathan Makkonen und Janine Förster erleben bei Das Relationship aber auch das Gegenteil: Gerade jüngere Paare kommen teilweise schon vor der Hochzeit oder Familiengründung zu ihnen, weil sie lernen möchten, besser miteinander umzugehen. „Eine Beziehung funktioniert nicht schließlich automatisch für immer nur deshalb, weil zwei Menschen sich lieben. Auch miteinander reden, Konflikte aushalten und mit den eigenen Emotionen umgehen zu können, lässt sich lernen und weiterentwickeln“, sagt Jonathan Makkonen.
Bei Das Relationship geht es deshalb nicht darum, erst einzugreifen, wenn die Beziehung bereits vor dem Ende steht. Im kostenlosen Erstgespräch sprechen die Paare über ihre aktuelle Situation, wiederkehrende Konflikte und darüber, was sie verändern möchten. Statt zu klären, wer bei einem Streit recht hatte, richtet sich der Blick darauf, warum beide immer wieder an denselben Punkten landen. Dabei können auch Erfahrungen aus der eigenen Familie eine Rolle spielen. Anschließend geht es darum, im Alltag neue Wege auszuprobieren, etwa durch Perspektivwechsel, aktives Zuhören oder bewusst eingeplante Gesprächs- und Paarzeiten.
„Wir wollen nicht dauerhaft als Schiedsrichter zwischen zwei Partnern sitzen. Entscheidend ist, dass Paare Werkzeuge entwickeln, mit denen sie schwierige Gespräche und Konflikte langfristig selbst besser bewältigen können“, erklärt Janine Förster. Eine erfolgreiche Begleitung bedeutet deshalb nicht, dass plötzlich nicht mehr gestritten wird. Entscheidend ist vielmehr, ob beide wieder über das sprechen können, was sie beschäftigt, die Sicht des anderen besser verstehen und nach einem Konflikt wieder aufeinander zugehen.
Nach 37 Ehejahren war die Paarberatung der letzte Versuch
Wie weit sich solche Muster entwickeln können, zeigt die Erfahrung von Britta und Frank. Nach 37 Ehejahren hatte Britta die Trennung innerlich bereits weitgehend beschlossen. Die Paarberatung bei Das Relationship war für sie der letzte Versuch. Frank stand psychologischen und therapeutischen Angeboten zunächst skeptisch gegenüber. Britta überließ ihm die Entscheidung, ob er sich darauf einlassen wollte, machte aber deutlich, dass sie ohne diesen Versuch keine gemeinsame Zukunft mehr sah.
Schon kleinere Themen führten damals dazu, dass sich einer von beiden zurückzog. Britta begann deshalb, Konflikte zu vermeiden. Doch damit gingen nach und nach auch gemeinsame Aktivitäten und Nähe verloren. Obwohl sie noch Gefühle für Frank hatte, fühlte sich die Ehe für sie zunehmend wie eine Wohngemeinschaft an. Über das, was zwischen ihnen stand, konnten beide kaum noch sprechen. Rückblickend vergleicht Britta ungelöste Probleme mit einem Knoten: Bleiben sie lange bestehen, zieht er sich immer fester zu.
Auch während der ersten Termine blieb Frank skeptisch. Erst nach und nach fasste er Vertrauen und begann, sich auf die Gespräche einzulassen. Perspektivwechsel halfen ihm, Situationen auch aus Brittas Sicht zu sehen. Mithilfe von Gesprächskarten fanden beide zudem wieder einen Zugang zu Gedanken und Gefühlen, über die sie zuvor kaum noch gesprochen hatten. Diese nutzen sie bis heute. Konflikte gibt es weiterhin, doch sie stellen dadurch nicht mehr sofort ihre gemeinsame Zukunft infrage und finden leichter wieder zueinander. Auch Frank blickt heute positiv auf die Paarberatung zurück. Was für Britta als letzter Versuch begann, eröffnete beiden nach 37 Ehejahren einen neuen Zugang zueinander.
Frühes Handeln schafft Raum, bevor sich Distanz festsetzt
Dass Paarberatung auch deutlich früher beginnen kann, zeigt die Erfahrung von Patryk und Ilka. Die beiden steckten nicht in einer akuten Beziehungskrise. Trotzdem merkten sie, dass ihnen im Alltag etwas verloren ging. Mit zwei kleinen Kindern, beruflichen Verpflichtungen und all den Aufgaben, die jeden Tag erledigt werden mussten, blieb immer weniger von dem übrig, was sie als Paar miteinander verband. Besonders Ilka fühlte sich mit den Kindern häufig allein und hatte zunehmend den Eindruck, hinter anderen Verpflichtungen zurückzustehen. Patryk wiederum versuchte, beruflich voranzukommen und gleichzeitig seiner Partnerin und seinen Kindern gerecht zu werden. Keiner von beiden wollte warten, bis daraus eine Distanz entstand, die sich nur noch schwer überwinden ließ.
In der Zusammenarbeit mit dem Team von Das Relationship beschäftigten sich beide damit, was ihnen in ihrer Beziehung fehlte und welche Bedürfnisse im Alltag zu kurz kamen. Heute reservieren Patryk und Ilka etwa zweimal im Monat bewusst Zeit nur für sich als Paar. Patryk begann zudem, seine Prioritäten zwischen Beruf und Familie anders zu setzen. Für Ilka wurde die Veränderung auch zu Hause spürbar: Sie erlebte ihren Partner wieder präsenter und nahm wahr, dass er eigenständig mehr Aufgaben übernahm. „Wir wollten nicht erst warten, bis unsere Probleme irgendwann so groß werden, dass wir kaum noch zueinanderfinden“, beschreibt Patryk ihre Entscheidung. Ihr Alltag ist heute nicht weniger voll, doch ihre Beziehung hat darin wieder einen festen Platz.
Wenn die Beziehung endet, die eigene Entwicklung aber weitergeht
Nicht jede Paarberatung endet damit, dass zwei Menschen zusammenbleiben. Das zeigt die Erfahrung von Marco. Er und seine damalige Partnerin trennten sich, doch Marco entschied sich, die Begleitung bei Das Relationship allein fortzusetzen. Mit dem Ende der Beziehung waren die Fragen, die während der gemeinsamen Gespräche aufgekommen waren, für ihn nicht verschwunden. Er wollte verstehen, warum bestimmte Situationen immer wieder entstanden waren und welchen Anteil sein eigenes Verhalten daran hatte.
Dabei rückte auch seine Familiengeschichte in den Blick. Marco beschäftigte sich mit der Trennung seiner Eltern und mit Erfahrungen, die ihn über viele Jahre geprägt hatten. Besonders konkret wurde das im Verhältnis zu seinem Sohn: Marco erkannte, wie viel Raum seine Arbeit zuvor eingenommen hatte und wie wenig bewusste gemeinsame Zeit dadurch geblieben war. Nach der Trennung begann er, seinem Sohn mehr Zeit zu geben, wodurch sich ihr Verhältnis nach seiner Wahrnehmung deutlich verbesserte. Zugleich erkannte Marco, dass ein neuer Partner die eigenen Verhaltensmuster nicht automatisch verschwinden lässt. Für ihn wurde die Begleitung damit zu einer Möglichkeit, den eigenen Anteil an vergangenen Konflikten zu verstehen und daraus Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen.
Fazit: Paarberatung muss nicht der letzte Versuch sein
Paarberatung beginnt nicht erst dort, wo eine Trennung unmittelbar bevorsteht. Oft lohnt es sich schon früher, genauer hinzusehen, wenn Gespräche immer wieder gleich enden, Nähe verloren geht oder einer von beiden zunehmend unzufrieden ist. Dabei geht es nicht darum, jede Beziehung um jeden Preis zu erhalten. Vielmehr können Paare lernen, ihre eigenen Muster besser zu verstehen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und bewusster zu entscheiden, wie ihr gemeinsamer Weg aussehen soll. „Eine gute Beziehung ist für uns nicht eine Beziehung ohne Konflikte. Entscheidend ist, dass zwei Menschen auch nach schwierigen Momenten wieder einen Weg zueinander finden und Probleme nicht über Jahre zwischen sich stehen lassen“, sagt Janine Förster abschließend.
Sie wollen festgefahrene Konflikte lösen und Ihrer Beziehung wieder mehr Raum geben? Dann melden Sie sich jetzt bei Jonathan Makkonen und Janine Förster von Das Relationship und vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!
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