Dr. Patrick Bauer in NDR-Dokuserie "Bin ich schön?": Brustchirurg über Schönheitsdruck und medizinische Verantwortung
München (ots)
In der dritten Staffel der NDR-Dokuserie "Bin ich schön?" begleiten die Reporter erneut mehrere Menschen, die sich durch schönheitschirurgische Eingriffe von einem
Leidensdruck befreien möchten, der sie seit vielen Jahren begleitet. Dr. Patrick Bauer hilft in dieser Staffel der 29-jährigen Feli durch die Entnahme eines Brustimplantates, welches ihr seit vielen Jahren Schmerzen bereitete.
Dr. Patrick Bauer ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit Spezialisierung auf die weibliche Brust und über 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. Seine Praxis, in der er verschiedene ambulante Eingriffe durchführt, befindet sich in München. Im Rahmen von "Bin ich schön?" werden Dr. Bauer und seine Patientin Feli auf ihrem gemeinsamen medizinischen Weg begleitet.
Felis Geschichte zeigt, dass es bei ästhetischen Eingriffen nicht nur um das äußere Erscheinungsbild geht, sondern auch um Schmerzen, Selbstbild und Lebensqualität. Der Wunsch nach Schönheit steht deshalb immer auch im Zusammenhang mit medizinischer Verantwortung. Für Dr. Bauer bedeutet das, jeden Eingriff individuell zu planen und medizinische Präzision mit einer natürlichen, dauerhaft stimmigen Ästhetik zu verbinden.
Der Fall Feli - Schmerzende Implantate und Kapselfibrose
Feli leidet unter dem sogenannten Poland-Syndrom, einer seltenen angeborenen Fehlbildung, bei der es auf einer Körperseite zu einer komplexen Fehlbildung von Brustmuskel und Brustdrüse kommt. Bei Feli hat sich daher während der Pubertät die rechte Brust nicht entwickelt. Zudem sind ihre Finger an der rechten Hand verkürzt.
Bereits mit 15 Jahren hat sich Feli daher für ein Implantat in ihrer rechten Brust entschieden. Damals habe sie sich nicht umfangreich genug über den Eingriff informiert, sagt sie heute rückblickend. Inzwischen sei das Implantat dreimal ausgetauscht worden, doch das gewünschte Ergebnis habe sich für Feli jedoch nie eingestellt.
Ihre Brüste seien insgesamt stark asymmetrisch, ihre rechte Brust fühle sich künstlich, hart und taub an, während die Brustwarze sehr unangenehm berührungsempfindlich sei. Gravierender jedoch seien die dauerhaften stechenden, drückenden und ziehenden Schmerzen in der implantierten Brust.
Mit ihren Beschwerden wendet sie sich an den erfahrenen Brustchirurgen Dr. Bauer. In der ersten Folge von "Bin ich schön?" diagnostiziert dieser bei Feli eine Kapselfibrose. Das Brustgewebe, in das ihr Implantat eingewachsen ist, hat sich also stellenweise verhärtet, weshalb sich jede Berührung für Feli schmerzhaft anfühlt.
Drei Eingriffe für Schmerzfreiheit und Symmetrie
Dr. Bauer und seine Patientin planen insgesamt drei Eingriffe, die jeweils im Abstand von einem Jahr aufeinanderfolgen sollen. Mit der ersten OP sollen zunächst das Implantat und die Kapselfibrose entfernt werden, um die Ursache ihrer Beschwerden zu behandeln. Bei den Folgeeingriffen steht dann vor allem der ästhetische Wiederaufbau der betroffenen Brust im Mittelpunkt sowie eine spätere Angleichung der anderen Brust.
Feli möchte kein weiteres Implantat, sondern das fehlende Volumen stattdessen mithilfe von Eigenfett auffüllen lassen. Die andere Brust soll später so angeglichen werden, dass beide Brüste in Form und Volumen möglichst symmetrisch wirken. Geplant ist dabei eine Verkleinerung der linken Brust, die sie ohnehin als zu groß und nicht stimmig mit ihrem Selbstbild empfindet.
Während der Operation in Folge 2 entfernt Bauer schließlich Kapsel und Implantat. Der Eingriff verläuft ohne Komplikationen und Feli kann nach einigen Stunden Ruhe bereits aufstehen und sich nach Hause begleiten lassen. In der dritten Folge bekommt Feli dann erstmals das Ergebnis zu sehen.
Obwohl ihre Brust nur wenig eigenes Fettgewebe aufweist, ist Feli mit dem Ergebnis der ersten Operation sehr zufrieden. Dr. Bauer erklärt, dass der Königsweg nun möglicherweise nur noch einen weiteren Eingriff erfordere, sofern Feli nach Abklingen der Schwellung mit der Größe der rechten Brust zufrieden sei.
Wichtig sei, dass Feli sich für jede weitere Entscheidung ausreichend Zeit nehme. Sieben Wochen nach der OP sieht man sie in die Kamera strahlen. Das frühere Implantat beschreibt sie als einen Fremdkörper, der nun endlich entfernt sei. Sie fühle sich befreit und verspüre eine Energie, die ihr seit Jahren gefehlt habe.
Trotz der aktuellen Asymmetrie ihrer Brüste fühle sie sich deutlich wohler in ihrem Körper. Die neu gewonnene Natürlichkeit helfe ihr, sich wieder wie sie selbst zu fühlen. Dennoch denke sie weiterhin darüber nach, durch den ursprünglich geplanten zweiten und dritten Eingriff ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen.
Die Frage der Sendung "Bin ich schön?" beantwortet Feli am Ende sichtlich bewegt mit einem klaren "Ja, ich bin schön." Und damit zeigt sich auch im Fall Feli, was zu den wichtigsten Aufgaben in Dr. Bauers Arbeit gehört, und zwar ein Ergebnis zu ermöglichen, das medizinisch sinnvoll ist und sich für die Patientin stimmig anfühlt.
Mehr über Dr. Patrick Bauer, seinen Auftritt in der NDR-Dokuserie "Bin ich schön?" sowie den im Beitrag gezeigten Behandlungsfall erfahren Sie hier.
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Praxis für Ästhetische Brustchirurgie
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