Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von WDR Newsroom mehr verpassen.

WDR Newsroom

Bundesverband Spedition: Geplante Spritpreisentlastung ist nur ein Pflaster auf große Wunde

Köln (ots)

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Spedition und Logistik, Frank Huster, bezeichnete im WDR die Entscheidung von Bund und Ländern, erneut einen Tankrabatt und einen neuen Spritpreisdeckel einzuführen als einen Kompromiss. „Es wird ein Pflaster auf eine große Wunde geklebt. Die Absenkung der Energiesteuer und der Preisdeckel helfen nominal ein wenig, lösen das Problem aber langfristig überhaupt nicht.“

Weiter sagte Huster in der „Aktuelle Stunde“, dass der Tankrabatt und die damit verbundene Absenkung der Energiesteuer auch von seinem Bundesverband selbst gefordert wurde. Huster kritisiert, dass dies wieder nur kurzfristig geplant sei. Gleichzeitig betont Frank Huster aber auch:

„Das ist natürlich ein positives Signal, dass der Tankrabatt jetzt entlastet, aber wir sprechen ja von 0,14€ netto, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Das wird nicht wirklich helfen, die gravierenden volkswirtschaftlichen Probleme, die durch den hohen Spritpreis entstehen, abzumildern.“

Auch den zum Jahresende geplante Spritpreisdeckel sieht der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Spedition und Logistik kritisch:

"Der Spritpreisdeckel ist ja faktisch ein Eingriff in Märkte und Preise. Ich halte das für kein geeignetes Instrument, denn er birgt stets die Gefahr, dass bei einem staatlich verordneten Deckel am Ende Kapazitäten fehlen, also Kapazitäten eingeschränkt werden und am Ende des Tages auch nicht genug Diesel vorhanden sein würde, wenn die Unternehmen der Mineralölindustrie sagen, zu dem Preis können wir einfach nicht mehr wirtschaftlich anbieten."

Frank Huster befürchtet, dass es Engpässe bei der Lieferung geben könnte:

„Denn man muss sich vorstellen, die Mineralölwirtschaft produziert weltweit und wenn der deutsche Markt für den Mineralölwirtschaftsabsatz nicht mehr attraktiv ist, dann zieht man sich hieraus zurück. Das wäre die Konsequenz und das muss die Politik auch beachten. Deshalb ist es auch völlig richtig, dass die Wirtschaftsministerin hieran Kritik geübt hat."

Pressekontakt:

Die Zitate stehen Ihnen ab sofort zur freien Verfügung. Bei Rückfragen wenden Sie sich jederzeit an den WDR Newsroom: newsroom-jetzt@wdr.de oder 0221-220-8787.

Original-Content von: WDR Newsroom, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: WDR Newsroom
Weitere Meldungen: WDR Newsroom
  • 17.09.2026 – 17:27

    Bundesverkehrsminister: Abriss und Neubau an Bonner Nordbrücke "voll im Zeitplan"

    Köln (ots) - Bundesverkehrsminister Bilger (CDU) hat sich heute ein Bild von der Lage an der maroden Bonner Nordbrücke gemacht. Im Anschluss an den Termin sagte er im Interview mit dem WDR: "Wir sind aktuell voll im Zeitplan. Die Abbrucharbeiten laufen, sollen im November abgeschlossen werden und dann kann es auch mit dem Ersatzneubau weitergehen. Zwei Jahre ...

  • 08.09.2026 – 12:39

    Mutmaßlicher Strom-Saboteur Daniel V. festgenommen

    Köln (ots) - Die Polizei hat nach WDR-Informationen den Mann festgenommen, der für die Sabotageakte an Umspannwerken unter anderem in NRW verantwortlich sein soll. Wie es heißt, soll er versucht haben, zu Fuß eine Verkehrskontrolle bei Weisweiler zu umgehen. Nach dem 48-jährigen Daniel V. war seit Tagen gefahndet worden. Pressekontakt: WDR-Newsroom ...