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Klaus-Peter Stöppler

Experte: Beiräte sollten „ihre“ Firmen sorgfältig prüfen

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Experte: Beiräte sollten „ihre“ Firmen sorgfältig prüfen

Klaus-Peter Stöppler, zertifizierter Aufsichtsrat und Beirat: „Das Erstgespräch für eine Beiratsposition ist keine Einbahnstraße. Nicht jedes Mandat ist ein Karriereschritt.“

München, 16. Juli 2026 – „Im Angesicht der Multikrise richten immer mehr mittelständische Unter­nehmen ein Beiratsgremium ein, das sie qualifiziert zu besetzen suchen“, weiß Klaus-Peter Stöppler, Executive Interim Manager sowie zertifizierter Aufsichtsrat und Beirat, aus vielen Gesprächen mit mittelständischen Führungskräften. Sein Rat: „Wer einen Ruf bekommt, in ein beratendes Gremium einzutreten, sollte das Angebot sorgfältig prüfen. Nicht jede Beiratsposition ist ein Karriereschritt. Entscheidend sind die strategische Bedeutung des Gremiums, die Professionalität der Zusammenarbeit und die Frage, ob die eigene Expertise tatsächlich Wirkung entfalten kann.“

Ein Vorstellungsgespräch für ein Aufsichtsrats- oder Beiratsmandat sollte von strategischen Fragen, kontroversen Diskussionen und einem intensiven Austausch über die Zukunft des Unternehmens geprägt sein. Doch die Realität sieht häufig anders aus. Klaus-Peter Stöppler sagt: „Kandidaten berichten immer wieder von Gesprächen, in denen kaum Fragen gestellt werden, die Gesprächspartner wenig Interesse zeigen oder das Treffen bereits nach kurzer Zeit beendet ist.“ Für Stöppler ist das häufig kein Zufall, sondern ein Warnsignal.

„Viele Kandidaten gehen nach einem solchen Termin mit dem Gefühl nach Hause, sie hätten sich schlecht präsentiert. Tatsächlich sagt ein lustlos geführtes Gespräch häufig mehr über das Unternehmen als über den Bewerber aus“, erklärt Executive-Experte Klaus-Peter Stöppler. „Ein Aufsichtsrat oder Beirat ist kein repräsentatives Gremium, sondern soll den Vorstand bzw. die Geschäftsführung kritisch begleiten, hinterfragen und strategisch unterstützen. Fehlt bereits im Auswahlprozess das ernsthafte Interesse an einem fachlichen Austausch, sollte man sich fragen, welchen Stellenwert gute Gremienarbeit in diesem Unternehmen tatsächlich besitzt.“

Anforderungen an Aufsichtsräte und Beiräte steigen

Nach Stöpplers Analyse steigen die Anforderungen an Aufsichtsräte und Beiräte derzeit so stark wie selten zuvor. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, geopolitische Unsicherheiten, Cyberrisiken, neue regulatorische Vorgaben, Nachhaltigkeit und Unternehmensnachfolge verlangten von den Kontroll- und Beratungs­gremien heutzutage weit mehr als die reine Überwachung gesetzlicher Pflichten. „Gefragt sind erfahrene Sparringspartner, die Managementteams mit strategischer Weitsicht begleiten und auch unbequeme Fragen stellen“, sagt der Executive-Fachmann.

Dass die Bedeutung solcher Gremien weiter wächst, bestätigen aktuelle Untersuchungen. Klaus-Peter Stöppler verweist auf die Beiratsstudie 2025 der CBS International Business School gemeinsam mit dem Netzwerk Boardfinder, wonach 86 Prozent der befragten Mandatsträger überzeugt sind, dass Beiräte für den Erfolg mittelständischer Unternehmen wichtig oder sehr wichtig sind. Beinahe drei Viertel erwarten, dass ihre strategische Bedeutung in den kommenden fünf Jahren aufgrund des steigenden Transformationsdrucks weiter zunimmt. Gleichzeitig verfügen laut Studie 71 Prozent der Mandatsträger über mehrere Mandate – durchschnittlich 2,7 – was den zunehmenden Bedarf an erfahrenen Persönlichkeiten unterstreicht.

„Ein Mandat ist keine Auszeichnung“

Gerade deshalb hält Stöppler eine professionelle Auswahl neuer Gremienmitglieder für unverzichtbar. „Ein Mandat ist keine Auszeichnung für das Lebenswerk, sondern eine anspruchsvolle Führungs­aufgabe. Wer nur einen bekannten Namen sucht oder das Gremium als Pflichtübung versteht, verschenkt enormes Potenzial für die Zukunft des Unternehmens.“

Kandidaten empfiehlt der Experte, ein stockendes Gespräch aktiv zu übernehmen. Wer gezielt nach Unternehmensstrategie, Transformation, Risikomanagement, Innovationsvorhaben oder den Erwartungen an das Gremium fragt, zeige genau jene Fähigkeiten, die später auch in der Gremienarbeit gefragt seien. Gleichzeitig lieferten die Antworten wertvolle Hinweise darauf, wie professionell das Unternehmen seine Corporate Governance tatsächlich verstehe.

„Ein Bewerbungsgespräch ist keine Einbahnstraße“, betont Klaus-Peter Stöppler. „Nicht nur das Unternehmen prüft den Kandidaten – auch der Kandidat sollte sorgfältig prüfen, ob das Unternehmen überhaupt bereit ist, von einem starken Aufsichtsrat oder Beirat zu profitieren. Wer schon im Auswahlgespräch keine Offenheit für kritische Diskussionen erkennt, wird später vermutlich ebenfalls wenig Gestaltungsspielraum vorfinden.“

Nach Einschätzung des Experten befinden sich viele mittelständische Unternehmen derzeit in einem grundlegenden Wandel ihrer Governance-Strukturen. Während moderne Beiräte zunehmend als strategische Impulsgeber verstanden werden, existieren noch immer Unternehmen, in denen Kontrollgremien vor allem formale Funktionen erfüllen oder Entscheidungen lediglich bestätigen sollen. Genau hier liege jedoch ein erhebliches Risiko. „Die größten Krisen entstehen selten plötzlich“, sagt Stöppler. „Meist kündigen sie sich lange vorher an. Ein unabhängiger Aufsichtsrat oder Beirat kann solche Entwicklungen frühzeitig erkennen – vorausgesetzt, seine kritische Rolle ist ausdrücklich gewünscht.“

Klaus-Peter Stöppler zählt zu den zehn renommiertesten Executive Interim Managern Deutschlands* mit über 35 Jahren Erfahrung in den Branchen Bauwirtschaft, Immobilien, Energie und Industrie. Er begleitet mittelständische Unternehmen als permanenter Beirat oder als Interim Manager auf Zeit. Seine Expertise umfasst Bauprojektmanagement, Unternehmensrettung und strategische Beratung. Klaus-Peter Stöppler ist Mitglied der Denkfabrik Diplomatic Council mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen. Der „Top Interim Manager 2025/26“ gehört zum kleinen Kreis der Verfasser des viel­beachteten „Wirtschafts­report 2025/26“.

* Laut United Interim, der führenden Community für Interim Manager im deutschsprachigen Raum.

Direktkontakt: Klaus-Peter Stöppler, 
 https://bau-interim.com 
Presseagentur: euromarcom public relations,
 team@euromarcom.de,  www.euromarcom.de

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