Depression auf dem Vormarsch
Warum frühe Therapie jetzt wichtiger ist denn je
Hamburg (ots)
Immer mehr Menschen in Deutschland kämpfen mit seelischen Belastungen - und die Wartelisten für Therapieplätze werden länger. Die Ärztin Juliane Meiners warnt: "Wer zu lange ohne Hilfe bleibt, riskiert, dass sich eine Depression verschlimmert." Gleichzeitig steigt die Zahl der psychotherapeutischen Behandlungen weiter an. Fachleute befürchten, dass sich die Lage durch aktuelle Veränderungen im Gesundheitssystem weiter verschärfen könnte. Juliane Meiners erläutert, warum es so wichtig ist, frühzeitig Hilfe zu suchen, und welche Lösungen es für Betroffene trotz langer Wartezeiten gibt.
1. Verhindern, dass die Depression chronisch wird
Bleibt eine Depression unbehandelt, besteht ein erhebliches Risiko, dass sich die Erkrankung zunehmend "verfestigt". Was zunächst als vorübergehende Niedergeschlagenheit oder Erschöpfung beginnt, kann sich so zu einem anhaltenden Krankheitszustand entwickeln. Die ärztliche Psychotherapeutin Juliane Meiners erklärt: "In dieser Phase verändern sich häufig auch Alltagsstrukturen, soziale Kontakte und berufliche Leistungsfähigkeit - was die Depression zusätzlich befeuern kann."
Eine Psychotherapie verändert gezielt Gedankenspiralen, Rückzugstendenzen und Vermeidungsmuster. "Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser kann man solche Muster durchbrechen", sagt Juliane Meiners.
2. Schweren Verläufen zuvorkommen
Depressionen beginnen in vielen Fällen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich schleichend. Typisch sind anhaltende Müdigkeit, ein zunehmender Verlust von Interesse an Aktivitäten, die früher wichtig waren, sowie eine gedrückte Grundstimmung. Bleibt eine Depression länger unbehandelt, können sich diese Symptome deutlich verstärken.
Juliane Meiners schildert: "Die Antriebslosigkeit nimmt zu, alltägliche Aufgaben werden zunehmend zur Belastung." In schweren Fällen kommt es zu Gefühlen innerer Leere, Hoffnungslosigkeit und massiven Einschränkungen im Alltag. "Das kann bis hin zur vollständigen Arbeitsunfähigkeit, sozialem Rückzug oder sogar Suizidgefahr reichen", warnt Juliane Meiners.
3. Risiko für Rückfälle senken
Studien zeigen, dass Personen, die bereits eine depressive Phase durchlebt haben, ein deutlich erhöhtes Risiko besitzen, im weiteren Verlauf erneut zu erkranken. "Bestimmte Denkmuster können auch nach dem Abklingen der akuten Symptome bestehen bleiben", erklärt Juliane Meiners. Ziel müsse es sein, die sogenannte psychische Resilienz zu stärken. Meiners betont: "Eine Psychotherapie kann die Grundlage dafür schaffen, zukünftige Krisen frühzeitig abzufangen - je früher, desto besser."
Die Rolle digitaler Psychotherapien
Wer in Deutschland auf der Suche nach einem Therapieplatz ist, wartet im Durchschnitt 20 Wochen. "Zu lange", beklagt Juliane Meiners. "Und angesichts der Versorgungslage wird sich das leider so schnell nicht ändern." Digitale Therapien, die sofort verfügbar sind, etablieren sich daher immer mehr. Juliane Meiners ist Expertin auf diesem Gebiet und erklärt: "Digitale Therapien, die als sogenannte digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zugelassen sind, wurden von der zuständigen Behörde streng geprüft und sind damit wirksam und sicher. Außerdem können sie auf Rezept verordnet und durch die Krankenkasse erstattet werden."
"deprexis" hat sich als das bewährteste und am besten erforschte, verordnungsfähige Therapieprogramm etabliert: 16 unabhängige Studien bestätigen, dass deprexis eine wirksame Therapie für Betroffene aller Schweregrade darstellt. Sie basiert auf etablierten psychotherapeutischen Verfahren und schafft über individuelle Therapiegespräche ein empathisches Gegenüber. Juliane Meiners sagt: "Durch diese adaptiven Dialoge bewegt sich deprexis sehr nah an der Art und Weise, wie ein menschlicher Psychotherapeut ein therapeutisches Gespräch führt."
Bei aller Innovation sei klar, dass die klassische Psychotherapie nicht ersetzt werden könne. "Klar ist aber auch, dass wir eine Antwort auf die aktuelle Unterversorgung brauchen und einen Ausweg aus der Abwärtsspirale, die sich aus einer zu spät therapierten Depression ergeben kann", so Meiners.
Warnzeichen ernst nehmen
Wer die folgenden Symptome über mehrere Wochen bemerkt, sollte nicht zögern, ärztlichen oder psychotherapeutischen Rat einzuholen.
- Anhaltende Niedergeschlagenheit
- Interessenverlust
- Schlafstörungen
- Erschöpfung
- Antriebslosigkeit
- Konzentrationsprobleme
Mehr Informationen unter: https://de.deprexis.com/
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