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Abendvortrag "Hybride Kriegführung. Herausforderungen, Konzeption, Implikationen."

Abendvortrag "Hybride Kriegführung. Herausforderungen, Konzeption, Implikationen."
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Potsdam (ots)

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2023, um 18.00 Uhr hält Oberst i.G. Dr. Johann Schmid am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr den Abendvortrag "Hybride Kriegführung. Herausforderungen, Konzeption, Implikationen."

Die überraschende Übernahme der Krim durch maskierte russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen im Februar/März 2014 und die anfängliche Leugnung des Kreml, damit in Verbindung zu stehen, haben das Bild einer hybriden Art der Kriegführung weltweit geprägt. Die weitere Entwicklung im Osten der Ukraine mit nachbarstaatlich gestütztem Separatismus und der bewaffneten Errichtung und militärischen Absicherung der neu geschaffenen sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk/Lugansk, unter Rückgriff auf unter anderem "im Urlaub befindliche russische Kämpfer", hat diese Wahrnehmung weiter verstärkt. Acht Jahre lang stand anschließend das Streben nach plausibler Abstreitbarkeit einer offiziellen Beteiligung Moskaus im Mittelpunkt des russischen Agierens im hybriden Stellungskrieg im Donbas.

Hybride Gesamtkriegführung?

Mit seinem großangelegten Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 ist Russland aus dem Schattenbereich zwischen Krieg und Frieden sowie zwischen Freund und Feind herausgetreten. Nicht mehr indirekte und verdeckte geheimdienstlich-militärische Operationen und das Agieren über Stellvertreter bestimmen seither das Handeln, sondern der offene, direkte militärische Schlagabtausch zwischen den russischen und ukrainischen Streitkräften. Bedeutet dies das Ende hybrider Kriegführung im Kampf um die Ukraine oder handelt es sich vielmehr um eine Phase des konventionell-militärisch intensivierten Kampfes im Kontext einer übergeordneten hybriden Gesamtkriegführung?

Deutschland und EU-Europa stehen im Fadenkreuz hybrider Angriffe

Neben Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen und politische Einrichtungen, Desinformation, Propaganda und Radikalisierung in den Sozialen Medien bis hin zur Instrumentalisierung von Migrationsströmen und dem Aufbau militärischer Drohkulissen werden in diesem Zusammenhang unterschiedlichste Angiffsvektoren miteinander kombiniert.

Als hoch entwickelte, global vernetzte Länder mit offenen liberalen Gesellschaften sind die Staaten EU/NATO-Europas in besonderem Maße durch hybride Methoden der Kriegführung verwundbar. Durch immer wieder neue Muster und Methoden des i.d.R.der Reserve verdeckten und indirekten hybriden Vorgehens besteht die Gefahr geschlagen zu werden, noch bevor das Vorliegen eines hybriden Angriffs zweifelsfrei erkannt wird und zugeordnet werden kann.

Das Wesen Hybrider Kriegführung

Was aber bedeutet hybride Kriegführung? Wie unterscheidet sich diese von nicht-hybrider Kriegführung? Was sind ihre Wesensmerkmale, und in welchem Verständnis erscheinen der Begriff und das Konzept überhaupt sinnvoll?

Das rechtzeitige Erkennen und Verstehen der immer wieder neuen Muster und Erscheinungsformen hybrider Kriegführung ist der neuralgische Punkt für den Aufbau einer wirksamen Verteidigung und Gegenreaktion. Dies erfordert eine konzeptionelle Basis als Orientierungsrahmen für Analyse und Lagebewertung.

Pressekontakt:

Major Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org

Original-Content von: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, übermittelt durch news aktuell

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