Pressemitteilung: Westenergie zeigt das Stromnetz der Zukunft
Digital und vernetzt: Westenergie zeigt das Stromnetz der Zukunft
- Westenergie-Gruppe weiht digitale Umspannanlage ein und setzt neue Maßstäbe bei der Netzdigitalisierung
- Kommunen im Sauerland werden zu Pionieren für Digitalisierung und Smartifizierung der Energieinfrastrukturen
Mehr erneuerbare Energien, mehr Wärmepumpen, mehr E-Autos: Die Energiewende stellt die Stromnetze vor neue Herausforderungen. Wie lassen sich Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit dabei dauerhaft gewährleisten? Eine zentrale Antwort liegt in der Digitalisierung der Verteilnetze. Mit der heutigen Inbetriebnahme einer digitalen Umspannanlage in Arnsberg treibt die Westenergie AG mit ihrer Verteilnetztochter Westnetz GmbH diese Entwicklung nun konsequent voran und schafft ein Modell für die Energieinfrastruktur von morgen. In Anwesenheit von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Robert Denda, Vorstandsvorsitzender der Westenergie, Ralf Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, und Jürgen Grönner, Geschäftsführer der Westnetz, wurde die neue Anlage heute vorgestellt.
Reallabor für das Verteilnetz der Zukunft
Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Niederspannungsebene mit digitalen Ortsnetzstationen und intelligenten Messsystemen umfassend modernisiert wurde, erweitert die neue Anlage die Digitalisierung nun auf die Mittelspannungsebene. Mit der durchgängigen Digitalisierung von der Ortsnetzstation bis zur Umspannanlage entwickelt sich die Smarte Energieregion Arnsberg und Sundern zu einem bundesweiten Reallabor für das Verteilnetz der Zukunft. Ziel des Projekts ist es, Transparenz über den Zustand und die Auslastung der Stromnetze zu schaffen und damit Netzanschlüsse schneller zu ermöglichen und die Resilienz der Infrastruktur zu stärken.
Mona Neubaur und Robert Denda betonen die Schlüsselrolle digitaler Verteilnetze
„Wenn mehr Menschen E-Autos fahren und laden und mit Wärmepumpen heizen, wenn immer mehr Industrieunternehmen von fossilen auf erneuerbare Energien umsteigen, brauchen wir ein cleveres Strommanagement. Digitale und intelligente Infrastrukturen helfen uns, die gewachsenen Anforderungen zuverlässig zu bewältigen. Wir brauchen für die Energiewende ein optimal ausgenutztes, digitalisiertes und gleichzeitig resilientes Stromnetz. Wichtig ist, dass Netzzugänge nicht zum Flaschenhals der Energiewende werden. Hier sind auch die Netzbetreiber als aktive und starke Partner gefragt“, sagte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Robert Denda, Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand der Westenergie AG, erläutert: „Verteilnetze sind das Betriebssystem der Energiewende. Damit dieses Betriebssystem auch in Zukunft zuverlässig funktioniert, arbeiten wir unter Hochdruck an drei Dingen gleichzeitig: Anschlüsse schneller realisieren, unsere Netze konsequent digitalisieren und unsere Infrastruktur noch resilienter machen. Wie das funktioniert, zeigen wir in Arnsberg und Sundern – mit einem konkreten Nutzen für die Menschen vor Ort: Durch die Fernsteuerbarkeit unserer Anlagen konnten Kundinnen und Kunden in der Region im Fall einer Störung rund 25 Minuten schneller wieder versorgt werden.“
Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, sagte: „Für Arnsberg und die Region ist die neue digitale Umspannanlage ein echter Meilenstein. Als Pionierregion zeigen wir gemeinsam mit Westenergie, wie zukunftsfähige Infrastruktur in der Praxis funktioniert. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für die Energiewende vor Ort und stärken nachhaltig unseren Wirtschaftsstandort.“
„Durch konsequente Investitionen in digitale Ortsnetzstationen und Smart Meter haben wir bereits heute eine Beobachtbarkeit von 40 Prozent in der Niederspannung erreicht. Das hilft uns dabei, unser Netz besser auszulasten und mehr aus jedem Kilometer herauszuholen. In Arnsberg und Sundern schaffen wir eine Blaupause für das Verteilnetz der Zukunft“, erläuterte Jürgen Grönner, Geschäftsführer der Westnetz GmbH, die Herausforderungen.
Digitale Umspannanlage schafft Transparenz und beschleunigt Netzanschlüsse
Seit dem Start des Projekts vor rund zwei Jahren hat Westnetz die Digitalisierung der Stromnetze in der Region konsequent vorangetrieben. Von insgesamt 522 Ortsnetzstationen in Arnsberg und Sundern wurden bereits 261 digitalisiert. Das entspricht einer Quote von mehr als 50 Prozent. Darüber hinaus hat Westnetz bislang rund 11.000 intelligente Messsysteme installiert. Die nun eingeweihte digitale Umspannanlage ergänzt dieses intelligente Stromnetz um eine weitere zentrale Komponente.
Im Gegensatz zu konventionellen Umspannanlagen können hier sämtliche Schalter, also neben den Leistungsschaltern auch Trenner und Erder, aus der Ferne bedient werden. Darüber hinaus verfügt die Anlage über eine umfangreiche Sensorik, die kontinuierlich Informationen über Schaltzustände, Netzströme und weitere Betriebsdaten liefert. Dadurch entsteht ein deutlich genaueres Bild über die aktuelle Situation im Netz. Netzengpässe können frühzeitig erkannt, Lasten besser gesteuert und Betriebsabläufe optimiert werden. Zudem kann das Netz besser ausgelastet und Netzanschlüsse gleichzeitig schneller ermöglicht werden. Das schafft gleichermaßen Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit. Darüber hinaus können Schaltvorgänge nun aus der Ferne durchgeführt werden, was die Reaktionszeit bei Störungen deutlich verkürzt.
Gleichzeitig setzt die Anlage Maßstäbe beim Umwelt- und Klimaschutz: Zum Einsatz kommen unter anderem SF₆-freie Betriebsmittel, ein ökologisches Grünflächenmanagement sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Schalthäuser, die den Eigenbedarf der Umspannwerke decken.
Die „Smarte Energieregion Arnsberg und Sundern“ ist Teil des „E.ON Labs“. In diesem Gesamtprojekt hat sich E.ON als größter Verteilnetzbetreiber in Deutschland das Ziel gesetzt, die Energiewelt der Zukunft schon heute abzubilden.
Die Komponenten der „Smarten Energieregion Arnsberg und Sundern“ im Detail
- Im Smart Grid werden aus Ortsnetzstationen digitale Ortsnetzstationen. Ortsnetzstationen wandeln Mittelspannung in haushaltsübliche Niederspannung um. Digitale Ortsnetzstationen haben die gleiche Funktion, übertragen aber zusätzlich Live-Daten über Mobilfunk oder Glasfaser. Eine spezielle Fernwirk- und Messtechnik ermöglicht es, Mittelspannungsstrecken aus der Ferne zu schalten sowie Strom und Spannung in der Mittelspannung und Niederspannung zu messen. So kann Westnetz das Stromnetz in Echtzeit analysieren und regeln. Die Daten helfen dem Unternehmen dabei, das Netz bedarfsgerecht auszubauen. Darüber hinaus erkennt das smarte System ungewünschte Vorkommnisse wie Stromausfälle besonders schnell: Die Technik unterstützt bei der Eingrenzung von Fehlern im Netz und verkürzt durch die Möglichkeit der Fernsteuerung die Ausfallzeiten. In Arnsberg und Sundern liefern bereits mehr als 261 Stationen die entsprechenden Daten an die Netzleitstelle.
- Smart Meter, also intelligente Messsysteme, liefern dem Verteilnetzbetreiber anonymisierte Daten zur Netzauslastung, dem Stromverbrauch und der Einspeisung. Damit lassen sich Energieflüsse annähernd in Echtzeit messen und heutige Netzengpässe erkennen sowie zukünftige prognostizieren. Durch die sogenannte „Steuerbox“ können wir darüber hinaus flexible Einspeiser sowie Verbraucher intelligent steuern. Dadurch sind Netzbetreiber in der Lage unsere Netze optimal auszulasten und PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur schneller zu integrieren. Daher ist ein kurzfristiger, flächendeckender Rollout für uns essenziell. In Arnsberg und Sundern sind bereits rund 11.000 intelligente Messsysteme installiert.
- Zwei digitale Umspannwerke, ausgestattet mit digitaler Informationstechnologie, stellen eine weitere Schlüsselkomponente für ein intelligentes Stromnetz dar. Statt analoger Signale, die wie bislang über Kupferkabel übertragen werden, setzt Westnetz auf digitale Kommunikation mittels Glasfaserkabel. Mit den intelligenten Netzen erhöht das Unternehmen nicht nur Sicherheit, Flexibilität und Verfügbarkeit, sondern senkt auch Kosten, potenzielle Risiken und den ökologischen Fußabdruck.
Sarah Schaffers
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Vorsitzender des Aufsichtsrates: Bernd Böddeling Vorstand: Dr. Robert Denda (Vorsitzender), Oliver Henrichs, Prof. Dr. Achim Schröder Sitz der Gesellschaft: Essen Eingetragen beim Amtsgericht Essen Handelsregister-Nr. HRB 31538 USt-IdNr. DE192000514 Website | LinkedIn | Facebook | Instagram


