Alle Storys
Folgen
Keine Story von VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. mehr verpassen.

VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.

VDI stellt Forderungen an die künftige Regierung auf: Kompetenzen bei Energie und Forschung bündeln

Düsseldorf (ots)

Die Forschungsförderung sollte künftig in einem Ministerium gebündelt werden. Das ist eine der Forderungen des VDI an die kommende Regierung. "Es ist bedenklich, welche Entwicklung wir in Deutschland bei der Forschungsförderung in den letzten Jahren hatten. Insgesamt müssen wir die Forschung stärken, damit Deutschland als Hightech-Nation zukunftsfähig bleibt", sagt VDI-Präsident Prof. Bruno O. Braun. "Die aktuelle Zerstückelung der Forschungsthemen in verschiedenen Ministerien ist kontraproduktiv." Vor allem die industrieorientierte und auf schnelle Umsetzung von Ideen in die Praxis ausgerichtete Verbundforschung wurde zurückgefahren und macht heute nur noch 1,5 Milliarden Euro aus. Darunter leiden zum Beispiel die BMBF Fachprogramme für Biotechnologie, Informatik oder Optische Technologien. Eine Reduzierung oder sogar vollständige Umstellung der projektorientierten Forschungsförderung zu Gunsten einer steuerlichen Forschungsförderung lehnt der VDI ab, beide Förderarten sollten möglich sein.

Weitere wichtige Handlungsfelder für die Regierung sind aus Sicht des VDI die Energie- und Verkehrspolitik. "Das sind die Zukunftsthemen, in denen wir den Standort Deutschland stärken können", ergänzt Braun. "Gerade im Energiebereich sollten wir Kompetenzen in einem Ministerium bündeln, das Hickhack der letzten Jahre muss durch eine Politik aus einem Guss abgelöst werden." Der Energiemix müsse in seiner Breite erhalten bleiben, das heißt auch die Kernenergie zunächst Bestandteil der Energieversorgung bleiben. "Die künftige Energiepolitik muss technologieoffen und wettbewerbsorientiert gestaltet werden. Die Betreibergewinne bei Verlängerung der Kraftwerkslaufzeiten können zum Teil für die Energieforschung genutzt werden, sowohl bei regenerativen Energien als auch für die Erforschung von Endlagerstätten für Atommüll", so Braun.

In der Verkehrspolitik setzt der VDI auf ein schlüssiges Gesamtkonzept. Dazu gehört die Förderung der Elektromobilität, die der Ingenieurverein ausdrücklich begrüßt. "Nur die geplante Kopplung an erneuerbare Energien sollte nicht zu starr sein, denn dies gefährdet die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen in der wichtigen Startphase der Elektromobilität", sagt Braun.

Die vollständigen VDI-Empfehlungen an die neue Regierung finden Sie auch unter www.vdi.de/presse .

Ihr Ansprechpartner in der VDI-Pressestelle:

Sven Renkel
Telefon: +49 (0) 211 62 14-2 76
Telefax: +49 (0) 211 62 14-1 56
E-Mail: presse@vdi.de

Original-Content von: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.
Weitere Storys: VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V.
  • 11.09.2009 – 12:00

    Ingenieurinnen bleiben Mangelware / Aktuelle VDI-Umfrage: Familie und Ingenieurberuf schwer vereinbar / Drei Viertel der Unternehmen bieten keine Kinderbetreuung an

    Düsseldorf (ots) - Nur sieben Prozent der Ingenieurinnen sind der Meinung, dass sich Beruf und Familie gut vereinbaren lassen. Dies zeigt eine aktuelle VDI-Umfrage unter 500 Ingenieurinnen. "Wir müssen Frauen aktiv darin unterstützen, sich in dieser männerdominierten Branche durchzusetzen. Noch immer treffen ...

  • 10.08.2009 – 11:52

    Universität Stuttgart gewinnt Formula Student Germany 2009

    Hockenheim/Düsseldorf (ots) - - Schwaben siegen vor Hatfield und Perth - 1.900 begeisterte Studierende aus 19 Nationen in Hockenheim Der Gewinner der Formula Student Germany 2009 ist das Team der Universität Stuttgart. Die Schwaben verwiesen die englische Universität Hatfield und die Universität Western Australia auf den zweiten und dritten Platz. In diesem Jahr nahmen an dem internationalen Konstruktionswettbewerb, ...

  • 09.07.2009 – 10:00

    Ingenieurarbeitsmarkt: weniger Arbeitslose im Juni

    Düsseldorf (ots) - - Aktuelle VDI/IW-Zahlen: Ingenieurlücke bei 35.000 - Mehr Frauen in Ingenieurberufen gesucht - Fokus Rheinland-Pfalz: Zahl der offenen Stellen wieder gestiegen Im Juni 2009 ist die Zahl der arbeitslosen Ingenieure seit sechs Monaten erstmalig wieder gesunken. Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl leicht um 0,2 Prozent auf bundesweit rund 25.000 ab. "Wir sehen, dass die Lage auf dem ...