"Eine neue Galaxie!"
Was an Fantasy schon immer fasziniert, ist die Aussicht, in eine fremde Welt einzutauchen, die nicht der gleichen vorhersehbaren Logik folgt wie unsere Realität. Zum Beispiel in eine Welt, die nicht dem gleichen Kalkül von Macht und Geld unterliegt. Oder in eine Welt, die uns mit einzigartigen Geschöpfen und übernatürlichen Kräften in ihren Bann zieht und uns wünschen lässt, dass wir unsere Probleme auch auf solch magischem Wege lösen könnten.
Das Erschaffen einer eigenen Fantasywelt birgt aber auch viele Herausforderungen. Immerhin sind eine Vielzahl von Problemen zu meistern, die in unserer Realität bereits die Natur bewältigt hat. So will gut überlegt werden, wie die Menschen in dieser künstlichen Welt überleben und zudem auch, wie die Gesellschaft funktioniert oder Königreiche regiert werden.
Zu Beginn meiner Buchreihe lag mein Fokus daher zunächst auf dem Skizzieren der mystischen Welt des Durabors. Darauf, zu zeigen, wie es sich in dieser Welt leben lässt - und welche düsteren Kräfte die gemütliche Ruhe bedrohen. Darauf, eine vielschichtige, bunte und immersive Welt zu offenbaren, denn wenn mir eines von Beginn an wirklich lag, dann war es das Erschaffen einer kohärenten und in sich schlüssigen Welt. Dennoch gab es noch viel Luft nach oben. Für mich vor allem bei einem Knackpunkt: dem Design meiner Charaktere.
Umso mehr hat es mich gefreut, nach meinem zweiten und dritten Buch der Reihe "Schatz der Welten" Sätze zu hören wie "Du hast viel dazugelernt!" oder (für mich ein ganz besonderer Ritterschlag) "Der dritte Band entführt mich im Vergleich in eine völlig neue Galaxie!"
Doch warum beinhaltet das Finale der Reihe so einen Quantensprung?
Und die Antwort ist einfach: Durch ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst.
Deshalb gehen mir inzwischen beim Schreiben Fragen durch den Kopf, wie etwa:
- Wie kann ich es plausibel gestalten, dass Charakter X einen Charakter Y hassen muss?
- Wie kann ich das Publikum den Schmerz eines Protagonisten verstehen lassen?
- Ist es realistisch, dass ein Charakter nicht gestorben ist?
- Welche einzigartige Eigenschaft kann ich einem Charakter geben, damit er die Welt in tieferes Chaos stürzt?
All diese kleinen Aspekte halfen mir dabei, meine Geschichten bunter zu gestalten und das Publikum neugierig die Pfade meiner Protagonisten und Antagonisten verfolgen zu lassen.
Aber nach einer Geschichte, ist vor einer Geschichte...
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Es grüßt ganz herzlich
Joachim Schiller, Softwareentwickler und Autor
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